Die kreisfreie Stadt Hamm gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg. Sie liegt östlich des Ruhrgebietes somit auch im Herzen Nordrhein-Westfalens. Die Stadt Hamm ist in der Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen und ist sowohl Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe als auch im Regionalverband Ruhr. Durch die Gebietsreform entstand das heutige Stadtgebiet. Mit knapp 180.000 Einwohnern über-schritt unsere Stadt die statistische Bemessungsgrenze von 100.000 Einwohnern und erlangte somit den Großstadtstatus. Die Stadt ist Sitz des größten Oberlandesgerichts Deutschlands.

Der Maximilianpark – Eine Geschichte für sich!

Auf dem alten Zechengelände Maximilian befindet sich der für uns unübersehbare Maximilianpark. Zu Beginn der Jahrhundertwende 1899 / 1900 erwarb die Eisenwerkgesellschaft Maximilianhütte AG in Hamm-Werries ein Grubenfeld. Zwei Jahre später begann schon das Abteufen von zwei Schächten. Dennoch brauchte die neu gegründete Zeche reichlich Zeit, um Kohle zu fördern. Die Arbeiten wurden durch wiederholte Wasser- und Gasausbrüche behindert. Am 21. Februar 1907 wurde zum ersten Mal Kohle gefördert, was 1913 mit 100.000 t Kohle seinen Höhepunkt erreichte.
Als Wohnsiedlung für die Kumpel wurde die „Kolonie Maximilian“ errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gelände rund um die Zeche Maximilian als Lager für Ostarbeiter und ehemalige russische Kriegsgefangene. In den Jahren 1978 und 1980 wurden die Schächte endgültig verfüllt. Das Gelände der Zeche Maximilian sollte dennoch nicht verwahrlosen.

Für die erste Landesgartenschau Nordrhein-Westfalens, die hier vom 14. April bis 30. April 1984 stattfand, erfolgte auf dem Zechenareal, der erste Spatenstich am 1. Oktober 1981. Die aus der Gründungszeit bestehenden Verwaltungsgebäude, die Maschinenhalle und die Elektrozentrale in historischer Backsteinarchitektur sind heute in den Maximilianpark integriert. Als Beispiel für diese Integration kann der Glaselefant gelten, der heute eines der bedeutendsten Wahrzeichen von Hamm ist.

Der Maximilianpark ist ein Freizeitpark für jedermann und bietet seinen Besuchern unterschiedliche Natur- und Kulturerlebnisse, angefangen vom großen, tropischen Schmetterlings-haus mit mehr als hundert verschiedenen Schmetterlingsarten bis hin zur Museumseisenbahn zwischen Hamm-Süd und Lippborg-Heintrop. In der ehemaligen Waschkaue der Zeche und der Elektrozentrale oder unter freiem Himmel finden regelmäßig unter anderem Konzerte, Kindertheater und Kleinkunst statt.

Ein weiteres Ereignis, das im Maximilianpark zweimal im Jahr für hohe Besucherzahlen sorgt und Menschen von fern und nah nach Stadt zieht, ist der Bauernmarkt im Frühjahr und im Herbst. Dieser Markt bietet den zahlreichen Besuchern von frischen Backwaren über Holzspielzeug, Likören und vielen anderen interessanten Angeboten bis hin zu kunstvollen Bastelarbeiten alles, was das Herz begehrt. Der Maximilianpark bietet seinen Besuchern aber auch einen Einblick in frühere Zeiten, so z.B. beim Mittelaltermarkt. Mit diesem Event werden Jung und Alt angesprochen, denn vor allem durch das Ritterturnier werden Kinderaugen größer, aber auch die Leckereien des Mittelalters sind dort zu genießen. Stände, wie der des Glasbläsers, der Magd, die Gewänder anbietet, und des Schmieds finden bei jedem Besucher Aufmerksamkeit. Das Theaterspiel der Junker weckt das Interesse desjenigen, der sich gern in eine Zeit voller Eleganz, Zauber und Spaß entführen lässt.

Für Kinder ist das Angebot besonders groß: denn auf dem Gelände befindet sich ein Kinderparadies mit Spieldünen, Kletternetzen, Wasserspielplatz und Piratenschiff, der Maximiliansee mit Teich- und Sumpfgebieten und ein „Grünes Klassenzimmer“ mit umweltpädagogischem Programm im Schul- und Bauerngarten.
Nicht zu vergessen ist der „Gläserne Elefant“, der vom Künstler Horst Rellecke in der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche geschaffen wurde. Der „Gläserne Elefant“ ist eine 40 m hohe begehbare Plastik und ist zugleich der größte Elefant der Welt. Das markante Zusammenspiel von Industriedenkmal und moderner Kunst wurde auf diesem Areal optimal verwirklicht.

Die Kissinger Höhe

Durch die Schüttung von taubem Gestein des Bergwerkes Ost entstand zwischen den Jahren 1974 bis 1998 die Kissinger Höhe. Diese künstliche Bergehalde hat eine geschätzte Fläche von 39 h und eine Höhe von 55 m. Die Kissinger Höhe entwickelte sich langsam zu einem perfekten Ort der Freizeitnutzung. Die 17 km angelegten Wanderwege und die ca. 500.000 gepflanzten Bäume und Sträucher dienen für Naturliebhaber und Familien als idealer Ort für Erholung und Freizeit. Des Weiteren nutzt man diese Halde als Aussichtspunkt für die Route der Industriekultur. Wer sich einen hervorragenden Blick auf das östliche Ruhrgebiet verschaffen möchte, ist hier genau richtig.

Hamm als Treffpunkt der Kulturen

In Hamm sind nicht nur die christliche Religion und Muslime vertreten, sondern Hamm bietet auch den Hindus einen Ort, an dem sie ihre Religion praktizieren können. Durch den Hindutempel „Sri Kamadschi Ampal“ in Hamm-Uentrop wird den Gläubigen aus ganz Europa ermöglicht ihren Weg zu einem Heiligtum ihrer Religion zu finden. Nicht nur die Hindus haben in Hamm ihr Gotteshaus erbaut, sondern auch die Muslime.

In den letzten Jahren haben muslimische Einwohner der Stadt zahlreiche Gebetsräume und kleine Moscheen errichtet, wie die „Diyanet-Moschee“ in Hamm-Herringen. Nicht zu vergessen ist allerdings die prachtvolle „Yunus-Emre-Moschee“ in Hamm-Heessen. Sie stellt mit ihrem Minarett ihre Größe und auch ihre Ausdrucksstärke inmitten des muslimischen Glaubens in Hamm dar.

In der Nähe des Santa-Monica-Platzes, vor dem heutigen Marien-Hospital, stand einst die Synagoge, das Zentrum jüdischen Glaubens in Hamm. Die Nationalsozialisten zerstörten die Synagoge und löschten fast alle Hammer Jüdinnen und Juden aus. Heute befinden sich auf dem Santa-Monica-Platz ein Denkmal und der Umriss des Gebäudes, die an die Synagoge und an das damalige jüdische Leben in der Stadt erinnern.

Theater in Hamm

Seit 2001 befindet sich das Helios-Theater im neu eröffneten Kulturbahnhof direkt neben dem Hauptbahnhof. Mit der Westfälischen Freilichtspiele e.V. Waldbühne Heessen, oder einfach wie sie im Volksmund auch genannt wird Waldbühne Heessen, haben wir in Hamm eine besucherstarke Freilichtbühne mit jährlich 3 Stücken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Einerseits Shopping…

Hamm ist eine Großstadt mit vielen Facetten und eine davon ist die des Einkaufens! Aus dem ehemaligen Isenbeck-Brauereigelände in der Stadtmitte entstand das vielseitige Allee-Center, das nicht nur ausgiebigen Shopping-Touren einlädt, sondern auch durch seine Cafés zu einem beliebten Treffpunkt der Stadt wurde. Des Weiteren bietet es eine Vielzahl von Mode-, Textil- und Lebensmittelsortimenten und auch die regelmäßigen Ausstellungen und Veranstaltungen aus den unterschiedlichen Bereichen ziehen jährlich viele Besucher an.

An das Allee-Center grenzt die Ritter-Passage, die unter anderem als Übergang zur belebten Fußgängerzone dient. Dort besteht aber auch die Möglichkeit, kleinere Einkäufe aus dem Bereich „Schmuck“ und „Textil“ zu erledigen.

Die allseits bekannte Fußgängerzone ist durch ihre Länge und die darauf vorzufindenden Geschäfte bei den Einwohnern als Einkaufsstraße beliebt. Auch der jährliche Weihnachtsmarkt schmückt die Fußgängerzone komplett aus.

Ein weiteres Highlight ist in den letzten Jahren das Martin-Luther-Viertel geworden. Kleine inhabergeführte Geschäfte und künstlerische Gestaltung getragen von einem Verein engagierter Bürger haben das Quartier zwischen Fußgängerzone und Südring als Kreativ-Viertel über Hamm hinaus bekannt gemacht.

Wer vom Einkaufen spricht, darf in Hamm aber nicht nur an das Zentrum denken. Die Stadtteile haben ihren eigenen Charakter und ihre eigenen äußerst wichtigen Geschäftszentren.

…andererseits Bildung.

Das ehemalige Horten-Gelände, das in der Nähe des Hammer Hauptbahnhofs aufzufinden ist, beherbergt seit 2009 eine neue Stätte der Bildung. Im Heinrich-von-Kleist Forum befinden sich seitdem die Zentralbibliothek, die Volkshochschule und die private SRH Fachhochschule ihr Zuhause haben. Im Jahr 2009 wurde zudem die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) gegründet und nimmt 2014 ihren Betrieb auf.

Geplant ist ein Ausbau in den nächsten Jahren auf 10 Studiengänge mit bis zu 2500 Studierenden.

Darüber hinaus bietet die Stadt Berufskollegs und zahlreiche allgemeinbildende Schulen, die die Bildung in Hamm sichern. Außerdem wurde die Hochschulklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des St. Marienhospitals der Universität Witten-Herdecke und die Stadt beherbergt schon seit langem die Guthmann-Akademie, in der berufsbegleitend die Ausbildung von Ärzten in manueller Therapie durchgeführt wird.

In der Stadt Hamm gibt es sechs Gymnasien und zwei Gesamtschulen, wobei das älteste Gymnasium das Hammonense ist, das 1657 gegründet wurde. Das Landschulheim Schloss Heessen ist ein Internat mit einem Gymnasium im Herzen des Heessener Dorfs. 1987 kam eine Waldorfschule zu dem Schulnetz Hamm dazu.

Am 16. Dezember 2004 wurde in Hamm das erste pädagogische Zentrum in einer nordrhein-westfälischen Stadt eröffnet. Das pädagogische Zentrum in Hamm umfasst neben der unteren Schulaufsichtsbehörde das kommunale Schul- und Sportamt, den Stadtsportbund, das Studienseminar für Lehrämter Schulen, das Medienzentrum, den Offenen Kanal, die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA), die Regionale Schulberatungsstelle (RSB), das kommunale Förderzentrum für Erziehungshilfe „Mark Twain“ des Westfälischen Heilpädagogischen Kinderheims Hamm, den Verein für psychomotorische Entwicklungsförderung e.V. Movere und das Studienzentrum der Fernuniversität Hagen.

Die Grundidee des Zentrums besteht darin, einen zentralen Anlaufpunkt für Schulen und Lehrkräfte, pädagogische Institutionen und Fachkräfte, aber auch für SchülerInnen und Eltern zu bieten, die Dienstleistungen bzw. Unterstützung in Fragen von Schule, Bildung, Erziehung und Medien im weitesten Sinne benötigen.

Ein Museum für Hamm.

Der Kunstsammler Gustav Lübcke hatte seine Sammlung im Jahre 1917 der Stadt übereignet. Seine Sammlung bestand zum größten Teil aus kunsthandwerklichen Gegenständen aus dem frühen Mittelalter bis zur Gegenwart. Zu seinen Ehren wurde das Heimatmuseum, welches im 19. Jahrhundert gegründet wurde, umbenannt.

Das Museum ist seit 1993 in einem modernen Museumsbau untergebracht.

Aus der Vogelperspektive sieht es aus wie ein Flügel. Ein weiterer Sammlungs- und Ausstellungsschwerpunkt ist die ägyptische Kunst, die zugleich zu den größten in Deutschland gehört. Das Gustav-Lübcke-Museum besitzt eine eigene museumspädagogische Abteilung, die spezielle Angebote für Schulklassen organisiert.

In Trägerschaft des Kulturbüros in Verbindung mit dem Kunstverein besitzt Hamm die Stadthaus-Galerie. Hier werden jährlich mehrere Ausstellungen von lokalen Künstlern und Gruppen sowie Künstlern aus den Hammer Partnerstädten gezeigt.

Stadt Hamm und ihre Partnerstädte

In sechs verschiedenen Staaten unterhält unsere Stadt Hamm Städtepartnerschaften. Angefangen mit der französischen Stadt Neufchâteau seit 1967, mit der damals noch die Gemeinde Herringen eine Partnerschaft gründete, seit 1969 mit Santa Monica aus Kalifornien in den USA, mit der britischen Stadt Bradford seit 1976, mit der Stadt Mazatlán in Mexiko seit 1978, seit 1987 mit der Stadt Toul in Frankreich, mit der deutschen Stadt Oranienburg seit 1990, mit Kalisz aus Polen seit 1991 und seit 2007 mit der türkischen Stadt Afyon.