Im März letzten Jahres wurde im Rat der Stadt das Integrierte Handlungskonzept „Heimat bleiben – Heimat werden/Hamm-Weststadt“ beschlossen. Nun liegt der erste Sachstandsbericht vor. „Der Bericht zeigt klar, dass sich der Hammer Westen positiv  entwickelt und viele Projekte erfolgreich umgesetzt wurden oder auf den Weg gebracht sind“, freut sich Justus Moor, Fraktionsvorsitzender der SPD.

 Städtebauliche und wirtschaftliche Entwicklungen, das Thema Bildung, der demografische Wandel, Zuwanderung und Zusammenleben – das sind die Handlungsfelder, welche einzeln betrachtet und analysiert wurden. So soll beispielsweise der Viktoriaplatz als zentraler urbaner Stadtplatz aufgewertet werden. “850.000 Euro fließen für die Aufwertung des Viktoriaplatzes“, betont Moor.  Ebenso auf den Weg gebracht: die Entwicklung eines Stadtteilzentrums sowie Maßnahmen zur Modernisierung von bestehendem Wohnraum unter klimagerechten Gesichtspunkten.

Auch die Beseitigung von Problemimmobilien wurde durch konkrete Projekte in Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) forciert: An der Lange Straße wurde ein Gebäude gekauft und eine neue Kindertageseinrichtung für 55 Kinder entsteht. Da der Anteil an Kindern im Westen sehr hoch ist und zudem ein Großteil der Kinder einen Migrationshintergrund haben, ist Angela Kettner, Ratsfrau und SPD-Ortsvereinsvorsitzende, besonders froh über die geplanten Maßnahmen für zwei weitere Kindertageseinrichtungen: An der Viktoriastraße ist der Neubau einer Kita für 35 Kinder vorgesehen und die Kita Bauland soll um 40 Plätze und einen Erweiterungsbau gestärkt werden, sofern beim nächsten Förderaufruf Gelder dazu bewilligt werden. „Der dringende Bedarf an Betreuungsplätzen muss gedeckt werden, denn schließlich leisten diese Einrichtungen einen enormen Beitrag zur Sprachförderung und zur Integration“.

Auch die Arbeit des von der Wirtschaftsförderung eingerichteten Wirtschaftsbüros Hamm-Westen an der Wilhelmstraße stellt sich positiv dar: Rund 60 Quartier-Betriebe haben sich allein in 2016 beraten lassen, Tendenz steigend.

Teil des integrierten Handlungskonzeptes ist seit Anfang 2017 auch das Projekt ABRA: Das Kommunale Jobcenter fördert seit 2014 die berufliche und soziale Integration von Zuwanderfamilien. Acht Integrationscoaches leisten Hilfestellung bei der Bewältigung von alltäglichen Problemen. 1633 Zugewanderte wurden zu Beginn 2014 im Projekt betreut, 505 konnten in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen integriert werden und 544 werden derzeit unterstützt.

„Durch die Einbindung in das Handlungskonzept können Mittel des Programms Starke Menschen – Starke Quartiere eingesetzt werden“, begrüßt Angela Kettner diese Entwicklung im Rahmen des Handlungskonzeptes. Zur stark frequentierten Anlaufstelle hat sich das Stadtteilbüro Hamm Westen des Katholischen Sozialdienstes entwickelt. „Die enge Zusammenarbeit zwischen freien Trägern und Stadtverwaltung machte die Vielfalt der Beratungsangebote möglich. Das Quartiersmanagement trägt maßgeblich zur Attraktivitätssteigerung in diesem Quartier bei. Unser Hammer Westen ist auf einem guten Weg“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Justus Moor abschließend.