Koalitionspartner verärgert: Populismus schadet HGB-Belegschaft

 

Verwundert und verärgert regieren die Verantwortlichen von CDU- und SPD-Fraktion auf die jüngst geäußerten Anschuldigungen von Grünen-Ratsherr Karsten Weymann: „Herr Weymann täte gut daran, seine haltlosen Aussagen gegenüber der HGB - bei der er ebenfalls im Aufsichtsrat sitzt - sein zu lassen und zu deutlich mehr Sachlichkeit zurückzukehren“, betonen die Fraktionsvorsitzenden Dr. Richard Salomon und Justus Moor. Besonders die Aussage Weymanns, die HGB wäre „ein Totalschaden“, sei an Polemik und Maßlosigkeit kaum zu überbieten. „Natürlich kann man darüber diskutieren, ob so eine Sonderzahlung sein muss, aber das ist nicht der Punkt. Als Aufsichtsratsmitglied öffentlich handelnde Personen zu diffamieren und die gesamte HGB in ein schlechtes Licht zu rücken, das ist unterste Schublade und wird der hervorragenden Arbeit der HGB in den letzten Jahren in keiner Weise gerecht“, verdeutlichen Salomon und Moor.

Die vorgesehene Sondersitzung des Aufsichtsrates der HGB - bei der über eine mögliche Sonderzahlung an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesprochen werden sollte - wird indes abgesagt. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen Jahren außerordentlich gute Arbeit geleistet. Um in der aktuell hitzig geführten Diskussion weiteren Schaden von ihnen abzuhalten, werden wir die geplante Vorlage zurückziehen und die Sondersitzung absagen“, erklärt HGB-Aufsichtsratsvorsitzender Dennis Kocker.

Allein in den kommenden fünf Jahren investiert die städtische Baugesellschaft rund 25,5 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung und energetische Sanierung von 240 der insgesamt knapp 3.200 Wohnungen. Zudem wurden von 2013 bis 2016 rund 22 Millionen Euro in 210 Wohnungen investiert. Die umfangreichen Investitionen in den vergangenen Jahren haben dazu geführt, dass die HGB unter Wohnungsbaugesellschaften im Revier die höchste Neubauintensität pro 1.000 Bestandswohnungen habe.

„Die Entwicklung der HGB ist beispielhaft in NRW und zeigt, dass überzogene Kritik völlig fehl am Platze ist. Herr Weymann soll aufhören, populistische Rücktrittsforderungen zu stellen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die gesamte HGB zu diffamieren.“