„Wir freuen uns sehr darüber, dass Stadtverwaltung den Ratsantrag so zügig umgesetzt hat und somit der Errichtung der dritten Gesamtschule in Herringen zum Schuljahr 2018/19 nichts mehr entgegensteht“ freut sich der schulpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Manfred Lindemann. SPD-Fraktionsvorsitzender Justus Moor ergänzt: „Damit gehen wir nach Jahrzehnten einen großen Schritt für mehr Bildungschancen in Hamm“.

 In der Vorlage zur nächsten Ratssitzung beschreibt die Verwaltung die Voraussetzungen für die Umwandlung der Arnold-Freymuth-Sekundarschule in eine Gesamtschule. „Alle notwendigen Punkte sind abgehandelt. Insbesondere der Schulentwicklungsplan hat deutlich gemacht, dass für die Gründung der dritten Gesamtschule in Herringen ein eindeutiger Bedarf besteht. Dies ergibt sich aus den mehrjährigen ausreichend großen Anmeldeüberhängen der beiden Gesamtschulen, sowie dem Ergebnis der Elternbefragung zum Schulwahlverhalten“, führt Lindemann weiter aus.

Und in Richtung der anderen weiterführenden Schulen stellt Lindemann fest, dass keine Notwendigkeit besteht, weitere schulorganisatorische Maßnahmen zu ergreifen. Keine der weiterführenden Schulen, auch nicht die fünf Hauptschulen, sind in irgendeiner Form in ihrer Existenz bedroht. „Der vierte Zug der Gesamtschule wird sich aus verschiedenen Schulen und Schulformen zusammensetzen, ohne dass dies für eine einzelne Schule gravierende Auswirkungen haben wird“, ergänzt Lindemann.

„Auch die Oberstufe der dritten Gesamtschule scheint gesichert zu sein, da der größte Teil der zukünftigen Oberstufenschüler aus der Schule selbst kommt und nur ein geringer Anteil von anderen weiterführenden Schule kommen wird. Dies wird in keiner Weise die Oberstufen der anderen Schulen beeinträchtigen“, versichert Lindemann.

Das pädagogische Konzept der zukünftigen Arnold-Freymuth-Gesamtschule passt sich gut in das Profil der anderen Gesamtschulen ein, da hier wahrscheinlich der Schwerpunkt auf Informationstechnologie, Ökonomie und Ökologie liegen wird. „Hier wird es für die Eltern noch mehr Wahlmöglichkeiten geben, so dass jede Schülerin und jeder Schüler den besten Weg für sich einschlagen kann“, betont Justus Moor.

Mit dem Rahmenkonzept kommt die Stadt Hamm den Bedürfnissen einer vierzügigen Gesamtschule mit einer 2-3 zügigen gymnasialen Oberstufe mehr als ausreichend nach, denn das Raumprogramm beinhaltet zusätzliche Klassen- und Fachräume für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II sowie eine Zweifachsporthalle.

„Nach dem Beschluss im Rat fehlt nur noch die Genehmigung der Bezirksregierung in Arnsberg, von der aber nach den bisherigen Erfahrungen auszugehen ist. Der Anmeldezeitraum beginnt Anfang Februar bei allen drei Gesamtschulen“, stellt Lindemann abschließend fest.

 

Foto: Diter Schütz/pixelio