Mit der Errichtung einer dritten Gesamtschule im Westen der Stadt erfüllt sich eine jahrelange Forderung der Sozialdemokraten.

„Ich bin froh und stolz, dass wir es schaffen werden, eine dritte Gesamtschule in Hamm und zwar im Stadtteil Herringen zu errichten“, gab der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Dennis Kocker seiner Freude Ausdruck.

„Das wird uns bildungspolitisch einen großen Schritt nach vorne bringen. Wir entsprechen damit endlich voll dem Elternwillen, denn bisher mussten immer viele Kinder, die von ihren Eltern an den zwei bestehenden Gesamtschulen angemeldet wurden, abgelehnt werden. Dieser Zustand wird nun endlich vorbei sein“, freut sich Kocker.

„Das ist auch das Ergebnis des Gutachters. Dieser hat klar festgestellt, dass die Stadt Hamm als Schulträger, dem erkennbaren Elternwillen Rechnung tragen muss. Bislang ist das Angebot im Bereich der Schulform Gesamtschule nicht dem Bedarf entsprechend und sollte ausgebaut werden“, stellt der schulpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion Manfred Lindemann fest.

Es waren aber nicht nur die über Jahre festzustellenden Überhänge, sondern auch die Befragungen der Eltern in den 3. und 4. Jahrgängen in den Grundschulen, die deutlich gemacht haben, dass eine weitere Schulform des längeren gemeinsamen Lernen in Hamm gewünscht und nötig ist.

Die Eltern wollen, dass die Schullaufbahn so lange wie möglich offen gehalten wird und nicht vorzeitig eine Entscheidung über den Schulabschluss gefällt wird. Ziel ist es weiter, dass die Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen und nicht nur das fachliche Lernen, sondern auch das soziale Lernen im Vordergrund steht. So können stärkere und noch schwächere Kinder von einander profitieren. Auch der Wunsch nach einer Ganztagsschule mit Förderung und Freizeitgestaltung wird durch die weitere Gesamtschule realisiert.

„Wie der Gutachter, sehen auch wir den Standort der 3. Gesamtschule in Herringen. In diesem Fall würden die Sozialräume Westen, Herringen und Pelkum erstmals ein eigenes Gesamtschulangebot bekommen.

Das Bildungsangebot wird erheblich verbessert, da zusätzlich die Möglichkeit besteht, auch das Abitur in Herringen zu machen. Und das nicht mit dem umstrittenen G8, sondern mit G9, das den Schülerinnen und Schülern mehr Zeit zur Erlangung des Abitur bietet“, führt Lindemann aus.

Bezüglich des Standortes der neuen Gesamtschule in Herringen müssen aber erst alle Möglichkeiten auf Tauglichkeit und Finanzierung geprüft werden. Deshalb hat die SPD/CDU Koalition in einem gemeinsamen Ratsantrag die Verwaltung beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für den zukünftigen Standort der 3. Gesamtschule zu erstellen“, so Kocker abschließend.

 

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