Eltern möchten die Schullaufbahn-Entscheidung möglichst spät treffen.

Darin waren sich einig: Manfred Lindemann, Dietrich Scholle, Rüdiger Weiß MdL und  Stefan Behlau diskutierten mit Lehrern und Eltern.

„Auf der Veranstaltung zur Schulentwicklung in NRW und Hamm wurde intensiv über den Weg zur besten Bildung für unsere Kinder diskutiert“, teilt Manfred Lindemann, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion mit.

Die Ratsfraktion hatte mit dem Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß, der auch Mitglied im Schulausschuss NRW ist, mit Dietrich Scholle, Landesvorstandsmitglied der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule und Stefan Behlau, Landesvorstandsmitglied des Verbandes Bildung und Erziehung, sachkundige Gesprächspartner eingeladen.

In der Anne-Frank-Schule diskutierten dann mehr als 50 Personen über den Weg zur besten Bildung in NRW und Hamm.  Alle drei Referenten waren sich einig, dass längeres gemeinsames Lernen landauf – landab von den Eltern stark nachgefragt ist.

Dietrich Scholle: „Die statistischen Berechnungen zeigen mit der Nachfrage nach längerem gemeinsamen Lernen einen deutlichen Trend. In den Städten sind die Gesamtschulen stark nachgefragt und in den ländlichen Bereichen ist es die ‚kleine Schwester‘, die Sekundarschule.“

Rüdiger Weiß MdL bestätigte: „Aus meiner Sicht entwickelt sich das NRW-Schulsystem zu einem 2-Säulen-Modell mit dem Gymnasium auf der einen Seite. Auf der anderen Seite wird eine Schule gewünscht, die eine spätere Entscheidung der Eltern zur Schullaufbahn ihres Kindes anbietet. Die Eltern erwarten, dass ihr Kind nach seinen Neigungen und nach Leistungsfähigkeit gefördert wird. Darüber hinaus soll die eine „gute“ Schule alle Schulabschlüsse anbieten“.

Bezogen auf den Schulentwicklungsplan der Stadt Hamm begrüßten alle Referenten es, vom reinen Zahlenwerk wegzukommen und ein qualitativ hochwertiges Gesamtwerk der Schulentwicklung in Hamm zu schaffen.

Der neue Schulentwicklungsplan soll den Anspruch haben, die Schulen bei ihrem pädagogischen Auftrag zu unterstützen. Hierzu soll eine intensive Vernetzung von Schule, Jugendhilfe, Gesundheitsamt und anderen Ämtern geschaffen werden.

„Wir möchten, dass Kinder gut und sicher durch ihr Schulleben begleitet werden und umgehend die Hilfe erhalten, die sie benötigen, um den eigenen, individuell besten Schulabschluss zu erhalten. Für mich ist die Schule des langen gemeinsamen Lernens dabei ein Eckpfeiler, “ so Lindemann abschließend.