Ergebnisse des Schulentwicklungsplans zunächst abwarten – danach fallen die wichtigen Entscheidungen zur Schullandschaft in Hamm im Rat.

„Natürlich kann sich die SPD-Fraktion eine 3. Gesamtschule in Herringen gut vorstellen“, stellt der Vorsitzende des SPD-Ratsfraktion Dennis Kocker fest. „Auch die gute Anmeldesituation bei den beiden Hammer Gesamtschule zeigen recht deutlich, dass die Schulform Gesamtschule sehr gut nachgefragt wird“, so Kocker weiter. Von 390 Anmeldungen können 66 aufgrund der fehlender Kapazitäten nicht berücksichtigt werden.

„Gegen die sofortige Einrichtung einer weiteren Gesamtschule in Hamm spricht die Tatsache, dass zurzeit der Schulentwicklungsplan erstellt wird. In diesem Zusammenhang wird auch eine Elternbefragung durchgeführt. Weiterhin führt der Gutachter auch Schulbesuche durch, um die Situation der Schulen zu erfahren“, gibt der schulpolitische Sprechen der SPD-Ratsfraktion Manfred Lindemann zu bedenken. „Und wenn man alle Beteiligten ernstnehmen will, kann es nicht sein, dass vor dem Erstellung des Schulentwicklungsplan schon Fakten geschaffen werden.“, so Lindemann weiter.

„Im Moment werden die Eltern der dritten und vierten Klassen in allen Grundschulen mit einem Fragebogen danach befragt, wie sie sich das Lernen in den weiterführenden Schulen für ihr Kind wünschen. Es ist jetzt wichtig, dass die Eltern den Fragebogen auch ausfüllen und an die Schule zurückgeben“, teilt Dennis Kocker mit.

Zudem gibt es notwendige rechtliche Schritte, die einzuhalten sind, um eine Gesamtschulgründung durchzuführen. Der erste Schritt ist eine allgemeine Abfrage bei den Eltern des 3. und 4. Grundschuljahres, ob sie sich grundsätzlich eine Schulform des längeren gemeinsamen Lernens vorstellen können. Wenn das der Fall ist, muss die Stadt eine weitere Befragung mit der Angabe eines konkreten Standorts durchführen. Und wenn sich dann genügend Eltern dafür aussprechen, könnten Eltern ihre Kinder an der neu gegründeten Gesamtschule anmelden.

„Wir sind für eine weitere Gesamtschule in Hamm, aber wir wollen auch aufgezeigten Weg über den Schulentwicklungsplan einhalten. Das sind wir den Schulen und auch den Eltern schuldig“, so Kocker abschließend.

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