Arzt

Zur Schließung des St. Josef Krankenhauses in Bockum-Hövel im Jahre 2020 erklären Lothar Wobedo, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bockum-Hövel, und Damian Chatha, SPD-Bezirksfraktionsvorsitzender Bockum-Hövel:

"Die Entscheidung der Franziskus-Stiftung, das Krankenhaus St. Josef aufzugeben und die medizinischen Leistungen am Standort Barbara-Klinik in Heessen zu zentralisieren, bedauern wir ausdrücklich. Dies ist keine politische Entscheidung gewesen, sondern alleinige Angelegenheit des Trägers. Der politische Wunsch der SPD ist selbstverständlich, das Krankenhaus auch weiterhin in Bockum-Hövel zu halten - nicht nur für eine Gesundheitsversorgung mit kurzen Wegen, sondern auch als Aushängeschild und Wirtschaftsfaktor für Bockum-Hövel.
Mit der Schließung des Krankenhauses im Jahre 2020 stellen sich uns mehrere Fragen, die die Rettungskette und die Gesundheitsversorgung in der gesamten Stadt betreffen. Hierzu wird die SPD-Ratsfraktion eine umfangreiche Anfrage an die Stadtverwaltung erarbeiten. Uns ist wichtig: für die Bockum-Höveler darf die Schließung keine Einbußen bei der gesundheitlichen Versorgung - insbesondere der Notfallversorgung - bedeuten.

Auch wenn mit der Zentralisierung in Heessen keine Arbeitsplätze und medizinischen Leistungen verloren gehen, werden die Wege für die Bockum-Höveler Bürgerinnen und Bürger länger. Gerade für ältere Menschen können sich in Bezug auf ambulante Versorgung, Krankenhausaufenthalte und Angehörigenbesuche Schwierigkeiten ergeben. Im Zuge der Überplanung des Nahverkehrs schlagen wir vor, die Ringbuslinie 15 von Bockum-Hövel aus bis zur Barbara-Klinik in Heessen zu erweitern, um unseren Stadtbezirk mit dem ÖPNV an das nächst gelegene Krankenhaus anzuschließen.
Die Frage der Nachnutzung des Geländes ab 2020 hat Zeit. Von voreiligen Schnellschüssen, die die Gerüchteküche befeuern, halten wir nichts. Zunächst steht die Gesundheitsversorgung der Bockum-Höveler im Vordergrund. Zu den Nachnutzungsmöglichkeiten wird die SPD zu gegebener Zeit Vorschläge erarbeiten."