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Die durchgeführten Aufsuchungsbohrungen sind inzwischen abgeschlossen und das Ergebnis ist eindeutig. Es gibt in Hamm kein ausreichendes, rentierliches Abbauvorkommen, welches mit der Tektomechanik-Methode gehoben werden kann.

"Ich fordere die Stadtwerke Hamm auf, keinen weiteren Euro in eine geplante Bohrung zu investieren. Es muss jetzt einen schnellen Ausstieg aus dem Thema Gasbohren in Hamm geben", so der Vorsitzende der HammSPD Dennis Kocker.

Die HammSPD hat sich bei den bisherigen Entscheidungen stets hinter die Rahmenbedingungen für die HammGas gestellt. Dabei wurde immer deutlich gemacht, dass zunächst die Ergebnisse der Probebohrungen ausgewertet werden müssen. "Jetzt wo diese feststehen, muss sofort gehandelt werden", so Kocker.

Für die HammSPD ist es neben dem sofortigen Ausstieg aus dem Projekt aber genauso wichtig, dass es auch in Zukunft kein Fracking oder andere umweltgefährdenden Bohransätze auf Hammer Gebiet geben darf. Die vorhandenen Felder in Hamm dürfen nicht an externe Unternehmen vergeben werden, auf die die Vertreter der Stadt Hamm keinen Einfluss haben.

"Auf unserem am Freitag stattfindenden kleinen Parteitag werde ich meiner Partei vorschlagen, die Ratsfraktion, die Bezirksregierung und die heimischen Abgeordneten aufzufordern, alle rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, so dass es auf den heimischen Feldern auch in Zukunft zu keinen weiteren Bohrungen kommt", so der HammSPD Vorsitzende Dennis Kocker im Vorfeld des Parteitages.

Derzeit liegen die Förderrechte für die Felder auf Hammer Gebiet ausschließlich bei der HammGas. Es muss daher geprüft werden, ob es vor diesem Hintergrund nicht sinnvoll ist, als Stadtwerke in der Gesellschaft - ohne zusätzliches Geld zu investieren - so lange es geht zu verleiben, damit ein externes Unternehmen keinen Zugriff auf die Flächen erhält. "Die notwendigen Entscheidungen zu treffen, ist nunmehr die Aufgabe der heimischen Politik", so Kocker abschließend.