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Der junge Hochschul- und Wissenschaftsstandort Hamm wächst. 100 Mio. € hat das Land Nordrhein-Westfalen in den Neubau der Hochschule Hamm-Lippstadt an der Marker Allee investiert – Raum für 3.000 Studierende und über 40 Professorinnen und Professoren. Mit der Förderung des Fraunhofer Anwendungszentrums SYMILA hat das Land zusätzlich den Grundstein für den Technologietransfer in unserer Stadt gelegt. Nun steht der nächste Schritt an: Das Innovationszentrum Hamm, in dem Wissenschaft und Wirtschaft ganz nah zusammenrücken und Start-Up Unternehmen sich direkt am Campus ansiedeln können.

Das Investitionsvolumen für den geförderten Teil beträgt 8,2 Mio. €(netto). Wieder wird es das Land NRW sein, dass mit einer mindestens 80%igen Förderung diese Investition in den wirtschaftlichen Strukturwandel in unserer Stadt erst ermöglicht. Als örtlicher Landtagsabgeordneter freut sich Marc Herter über dieses klare Bekenntnis der SPD-geführten Landesregierung zum Hochschul- und Wissenschaftsstandort Hamm und zur Gestaltung des Strukturwandels. Hamm ist mit dem Innovationszentrum dabei, sich fest in der Königsklasse des Strukturwandels zu etablieren.

Das Innovationszentrum Hamm wird neben einer neuen Heimat für das Fraunhofer Anwendungszentrum Raum für Living Labs (Labore in denen realitätsnah geforscht wird), für Start-Ups und innovative Unternehmen sowie für weitere Angebote des Technologietransfers für die heimische Wirtschaft bieten. Mit einem Satz: Hier entsteht ein neuer Innovationsmotor für die Wirtschaft 4.0 in unserer Region – weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus. Insbesondere der Ansatz, bei der Digitalisierung nicht nur auf Existenzgründungen zu setzen, sondern auch die dynamische Bestandsentwicklung der heimischen Wirtschaft in den Blick zu nehmen, lässt auch bestehende Unternehmen vom Innovationszentrum Hamm profitieren.

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Was genau verbirgt sich dahinter? Lesen Sie hier weiter:


Der Trend. Wirtschaft 4.0.
Wirtschaft 4.0 steht für einen grundlegenden Umbruch in Produktion, Handel und Dienstleistungen.Neue Wertschöpfungsketten und neue Geschäftsmodelle entwickeln sich. Das bietet neue Chancen für innovative Existenzgründungen und eine dynamische Entwicklung von bestehenden Unternehmen. Verbunden damit ist auch die Herausforderung für alt eingesessene Firmen, insbesondere im Handwerk und bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), ihre Produktionsweise, ihren Vertrieb und ihre Dienstleistungen weiterzuentwickeln. Im Zusammenspiel der starken produzierenden Basis unserer Region mit den Ideen junger kreativer Startups aus der Informations- und Kommunikationswirtschaft entsteht eine große Chance für die Region. Dieser Prozess der digitalen Transformation braucht den Transfer von Technologie und Wissen, er braucht Beratung und Vernetzung und er braucht Raum für junge Existenzgründer/innen und innovative Unternehmen.

Die Idee. Ein Innovationszentrum für Hamm.
Die Hochschule Hamm-Lippstadt und das Fraunhofer Anwendungszentrum bilden für Hamm und die Region zwei wichtige Ankerpunkte, die die nötige Innovationskraft für den Prozess der digitalen Transformation generieren. Mit einem Innovationszentrum soll nun die durch das Anwendungszentrum sowie die Aktivitäten verschiedener Wissenschaftler/innen begründete Verbindung zwischen Hochschule und Wirtschaft gestärkt, ausgebaut und verstetigt werden. Es bietet ganz praktisch Raum für neue Ideen und innovative Aktivitäten, fördert Existenzgründungen neuer Unternehmen und die dynamische Bestandsentwicklung alteingesessener Betriebe. Netzwerke finden hier einen wichtigen Initiator und Anknüpfungspunkt.

Das Konzept. Drei in eins.
Der Wissens- und Technologietransfer wird im neuen Innovationszentrum unter einem Dach zusammengeführt. Ausgehend von dem schon durch das Land NRW geförderten Fraunhofer Anwendungszentrum SYMILA entstehen neue Räume für Existenzgründungen und innovative Unternehmen. Über Angebote für die regionale Wirtschaft findet die Innovationskraft der Hochschule und der gut ausgebildeten Absolvent/innen aus den MINT-Studiengängen den Weg in die Unternehmen vor Ort.

Der Raumbedarf für das Innovationszentrum Hamm beträgt bei kompletter Umsetzung insgesamt gut 3.000 Quadratmeter für die geplanten drei Säulen:

  • Das Fraunhofer-Anwendungszentrum ist mehr als nur Ankermieter im neuen Innovationszentrum Hamm. Es bildet mit seiner anwendungsorientierten Forschung und seinen Dienstleistungsangeboten für KMU auch den Anker für den Technologie- und Wissenstransfer im Innovationszentrum. Über den Verbund der Fraunhofer Gesellschaft entsteht ein einzigartiger Zugang zu einem breiten Netzwerk von anwendungsorientiert forschenden Einrichtungen.

  • Das Gründer- und Gewerbezentrum mit dem Schwerpunkt Digitale Transformation bietet Räumlichkeiten für Startups, Service, Netzwerke, Beratung und Mentoring. Es dient dem Matching zwischen Startups und etablierten Unternehmen in der Region. So finden konkrete Herausforderungen heimischer Unternehmen und die Innovationskraft der Hochschule und ihrer Absolvent/innen zueinander.

  • Das SCIE3-Center bildet den Rahmen für die Living Labs, in denen neueste Methoden und Konzepte integriert erforscht, getestet und erlebt werden können. Der Clou dabei: Statt auf mühsam und am Ende doch unvollständige Modelle zurückzugreifen, setzt man auf echte Lebenswelten und auf das lebensnahe Testen von neuesten Methoden und Anwendungen.

Während das schon vom Land geförderte Fraunhofer Anwendungszentrum als Ankermieter in einen privat finanzierten Gebäudeteil einzieht, werden das Gründer- und Gewerbezentrum sowie das SCIE3-Center mit seinem Living-Lab- Ansatz in dem 2.500 Quadratmeter umfassenden, vom Land NRW geförderten Teil die notwendigen Räumlichkeiten finden.

Die Partner.
Stadt, Land und Hochschule machen sich gemeinsam auf den Weg, das Innovationszentrum umzusetzen.

  • Das Land NRW bietet Förderzugänge für den Bau sowie für Beratungs- und Vernetzungsangebote im Rahmen des Innovationszentrums. Mit den schon laufenden bzw. bewilligten Förderungen des Fraunhofer Anwendungszentrums und des Projekts „Entwicklung des jungen Hochschulstandorts Hamm/Kreis Unna“ im Rahmen des Programms Regio.NRW ist hier der Anfang bereits gemacht. Mit dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) steht eine mindestens 80%ige Förderung für die unrentierlichen Kosten des Baus und Betriebs des Innovationszentrums zur Verfügung. Hinzu kommen Mittel aus der Innovationsförderung des Wissenschaftsministeriums, um kleine und mittlere Unternehmen zielgenau zu erreichen.

  • Die Stadt Hamm | Wirtschaftsförderung investiert und betreibt das Innovationszentrum. Durch die Förderung des Landes NRW und die Deckungsbeiträge der Mieter wird ein kostendeckender Betrieb ermöglicht. Hohe Nutzungsqualität und beste Beratungs- und Vernetzungsangebote lassen sich so auch bei moderaten Mieten umsetzen.

  • Die Hochschule Hamm Lippstadt ist der Innovationsmotor für das neue Zentrum. Durch die Initiierung und Umsetzung von Angeboten durch Professor/innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen und Studierenden gewinnt das Zentrum die Innovationskraft.

Die Unterstützung durch ein Netzwerk starker lokaler und regionaler Partner ist entscheidend für den nachhaltigen Erfolg der Initiative. Mit dem Unternehmensverband Westfalen-Mitte und der IG Metall haben zwei wesentliche wirtschaftliche Akteure ihre Unterstützung signalisiert. Weitere Partner sollen insbesondere aus dem Kreise der Kammern und Verbände sowie der lokalen Kreditinstitute gewonnen werden.