Bergwerk Ost

 

Das Bergwerk Ost öffnete am vergangenen Freitag seine Tore: über 80 Interessierten folgten der Einladung der IG BCE-Ortsgruppe Wiescherhöfen und des SPD-Ortsvereins Pelkum, um sich von Thomas Middelmann (Projektleiter Bergwerk Ost der RAG Montan Immobilien) und dem SPD-Landtagsabgeordneten Marc Herter über die bevorstehende Nachnutzung zu informieren.


Der Lichthof, die Kaue und die Maschinenhalle waren markate Stationen des von Middelmann geführten Rundgangs über die seit 2011 stillgelegte Zeche Heinrich Robert. Während ein Teil der Gruppe einen erstmaligen Einblick in die Gebäude bekamen, weckte es bei vielen ehemaligen Bergleuten Erinnerungen an die Zeit, zu der hier hunderte Menschen in Lohn und Brot standen.


Über die Nachnutzung des Areals informierte Herter, der zugleich Vorsitzender der Projektgruppe ist, im Anschluss an den Rundgang im Casino der IG BCE. „Mit dem Kreativquartier soll auf dem Bergwerksgelände Raum für Kultur, Gastronomie, Wohnen und Arbeiten geschaffen werden“, berichtete Herter. Er wünsche sich, dass der Charme der Industriekultur erhalten bleibe. Dazu gehöre auch der Hammerkopfturm, den Herter als Landmarke bezeichnete und der seiner Vorstellung nach erhaltenswert sei.


Spätestens im ersten Quartal 2017 wird sich eine Agentur gründen, die sich mit der Vermarkung des Geländes beschäftigen wird. Beteiligt sind neben der RAG die Tempelmann-Gruppe, die Stadt Hamm, das Land NRW sowie die Wirtschaftsförderung Hamm. Weitere Veranstaltungen im nächsten Jahr sollen den überregionalen Bekanntheitsgrad des Bergwerk Ost steigern. Mit dabei ist wohl die ExtraSchicht am 24. Juni 2017. „Nach dem jetzigen Stand wird das Bergwerk Ost im nächsten Jahr erneut ein Standort der ExtraSchicht sein“, so der Landtagsabgeordnete.


Der Pelkumer SPD-Ortsvereinsvorsitzende Axel Püttner bezeichnete die Entwicklung des Bergwerk Ost als große Chance für den Stadtbezirk. In Verbindung mit dem Rahmenplan für Wiescherhöfen und Pelkum werde man den Bezirk in den nächsten Jahren im Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Vereinen weiterentwickeln.