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Über tausend Vorschläge und Ideen hat die HammSPD von Bürgerinnen und Bürgern erhalten, die gemeinsam „Hamm ans Wasser“ gestalten wollen. Die meisten davon beim großen Bürgerforum im März, an dem über 250 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Aber auch online und an Infoständen hatte die SPD Anregungen gesammelt. In den letzten Monaten hat diese eine eigens eingerichtete SPD-Projektgruppe gesichtet und mit Expertinnen und Experten besprochen. Das Ergebnis hält die SPD nun in einem Positionspapier fest und stellt es bei „Hamms bunten Herbst“ am Sonntag vor.

Alle Infos auf einen Blick: www.hamm-ans-wasser.de

„Das ist kein Projekt einer Partei oder Koalition allein. Es ist das Projekt unserer Stadt Hamm“, freut sich SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzender Dennis Kocker über das Ergebnis. Mit einem Infostand, einem Projektplan und einem Video stellen die Sozialdemokraten am Sonntag von 14-17 Uhr in der Fußgängerzone beim verkaufsoffenen Sonntag ihre Position vor. „Wir wollen über Vorschläge weiter diskutieren und weitere Ideen sammeln“, hat sich der stellv. Vorsitzende des Hammer Umweltausschusses, Justus Moor, vorgenommen. Er leitet die SPD-Projektgruppe „Hamm ans Wasser“. „Wir wollen unsere Inhalte transparent und offen diskutieren und eine stetige Bürgerbeteiligung sicher stellen.“ Auf der Internetseite hamm-ans-wasser.de sind dafür das Positionspapier und der Projektplan zur Verfügung gestellt.

lippeaueInhaltliche Schwerpunkte setzt die HammSPD auf drei Bereiche. Der größte Bereich ist die Renaturierung der Lippeaue zwischen dem Schloss Heessen im Osten und der Radbodstraße im Westen. „Wir haben die Chance auf einer Fläche von über 260 Fußballfeldern neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen,“ betont Moor. Dazu möchte die SPD mit Laufverlängerungen und Uferentfesselung die Lippe aus ihrem unnatürlich engen und tiefen Bett befreien. Zwischen Münsterstraße und Bahnbrücke - gegenüber dem Allee-Center soll nach dem Vorbild der Isar-Auen in München ein Auwald direkt in der Innenstadt entstehen. In Heessen soll der historische „Mühlengraben“ als Seitenarm der Lippe wieder neu entstehen. Dafür sollen die Deiche deutlich verlegt und an das Gelände angepasst werden, damit die Natur mehr Platz erhält. Die SPD will darüber hinaus prüfen lassen, ob die Geinegge in Bockum-Hövel wieder an die Lippe angeschlossen werden kann.

auenparkZwischen Flugplatz und Innenstadt soll nach Vorstellung der HammSPD ein Auenpark mit Lippestrand entstehen. Dort soll man in den Sommermonaten am Wasser liegen können und die Beine in der Lippe baumeln lassen. Abends könnten dort Konzerte oder Open-Air-Kino stattfinden. Freizeit- und Sportmöglichkeiten sollten ebenfalls vor Ort sein. Dazu soll die Lippe an der Stelle verbreitert werden und eine direkte Verbindung zur Innenstadt entstehen. „Wir wollen damit ein neues Highlight in unserer Stadt setzen, dass allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung steht,“ betont Dennis Kocker.

kanalkanteDer dritte Bereich für den die Sozialdemokraten klare Pläne entwickelt haben, ist die Kanalkante. Neben dem Gymnasium Hammonense soll ein neues urbanes Quartier entstehen mit modernen Arbeitsplätzen, Gastronomie und öffentlichen Raum direkt am Wasser. Eine Promenade und Treppen am Kanal sollen zum Verweilen einladen. Die SPD will dabei auch prüfen lassen, ob der Schiffsanleger der Santa Monika dorthin verlegt werden kann. Wohnen am Wasser will die HammSPD hauptsächlich östlich der Schleuse ermöglichen. Hier hat die SPD auch klare Vorstellungen: „Mindestens 50% der Wohnfläche soll für Normal- und Geringverdiener geschaffen werden“, so SPD-Chef Dennis Kocker. Wichtig ist der SPD eine architektonisch prägende Verbindung von Auenpark, Kanalkante und Innenstadt. „Nur so würden alle Bereiche profitieren“, erläutert Justus Moor.
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Mit dem Plan und dem Positionspapier haben die Sozialdemokraten damit ihre Wegmarken für „Hamm ans Wasser“ gesetzt. Am 30.11. wird die Stadt Hamm mit einem Handlungskonzept für die Lippeaue einen Förderantrag beim Land NRW stellen. Anfang 2017 folgt dann ein Architektenwettbewerb für die Kanalkante. „Wir freuen uns, dass Hamm ans Wasser jetzt in die konkrete Planung geht. Unsere Ideen bringen wir hiermit nun direkt ein“, so Moor und Kocker zu den vorgelegten Positionspapier.

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