Die SPD Hamm-Süden fordert eine zügige Platzumgestaltung und übergreifende Koordination der Entwicklungsmaßnahmen im Hammer Süden

Die südliche Innenstadt soll in mehrfacher Hinsicht Modell für die Entwicklung in den verschiedenen Stadtteilen sein. Nicht nur das Gutachten „Rahmenplanung Innenstadt“ des Büros Pesch Partner Architekten Stadtplaner, sondern auch das Konzept „Älterwerden in Hamm!“ weist den Hammer Süden als Modellquartier aus. Zudem wird das Mehrgenerationenhaus des Trägers Qutlaw zu einem Stadtteilzentrum weiterentwickelt, das zudem im Rahmen des Kommunalen Integratioskonzeptes eine wichtige Funktion einnehmen soll. Die aktuellen Planungen zum Konzept gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sollen ebenfalls in den verschiedenen Stadtteilen und Quartieren umgesetzt werden.

„Eine ämterübergreifende, wirksame Vernetzung dieser verschieden Maßnahmen ist zwingend erforderlich“ fordert Wolfgang Rometsch, Ratsherr und Ortsvereinsvorsitzender der Südener SPD. „Quartiere werden immer mehr zu sogen. dritten Orten (neben Wohnung und Arbeitsplatz), also städtische Begegnungsräumen, in denen sich Menschen sowohl versammeln als auch trennen können - und in denen Öffentlichkeit hergestellt wird, z.B. durch Cafés, Restaurants, Parks, Kneipen, Galerien, Buchläden oder Kirchen“ so Rometsch weiter. Der Schillerplatz sollte für den Süden ein solcher Ort sein.

„Wir weisen schon seit Jahren als Bezirksfraktion auf das Potential dieses zentral gelegenen Platzes hin, vor fast zwei Jahrzehnten wurde bekanntlich eine Bühne errichtet, aber Kulturveranstaltungen finden hier seit Jahren nicht mehr statt. Wenn fast 100.000,-€ für ein Event in der Mitte aufgebracht werden können, muss für den Süden auch etwas möglich sein“, so die stellvertretende Bezirksvorsteherin Rosemarie Reinermann. Auch die Ausstattung mit Spielgeräten ist spartanisch, eine Reduzierung der Teichfläche wäre zudem sinnvoll.

Sorge bereitet den südener Genossen aber auch die nicht erkennbare Koordination der einzelnen beschlossenen Aktivitäten. Alles dem noch in der Entwicklung befindlichen Stadtteilzentrum des Trägers Qutlaw zuzuweisen, der in seiner Historie seinen Schwerpunkt in der Jugendhilfe hatte, stellt eine Überforderung da. Das Modell KeKiz – Kein Kind zurücklassen mit seinen Strukturen, einschließlich der politischen Beteiligung, bietet hier eine gute Grundlage für eine sinnvolle Vorgehensweise.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Mitte, Wolfgang Köpping, betont noch einmal ausdrücklich, dass die Entwicklung des Schillerplatzes und seiner Umgebung nicht nur auf den baulichen oder gärtnerischen Bereich beschränkt bleiben darf. Belebung geschieht insbesondere durch Veranstaltungen, Angebote und Einbeziehung der Bewohner im Quartier. Zu Letztgenannten zählt auch die Gruppe der Menschen, die seit Jahren im Alltag an diesem Ort anzutreffen sind. Alle diese Aufgaben gehören zu einem umfassenden Quartiersmanagement, hier sieht Köpping umfassenden Handlungsbedarf.

Für den Haushalte 2017ff fordern die südener Genossen die vorgeplanten Mittel zügig zur Verfügung zu stellen und mit den Maßnahmen zeitnah zu beginnen.