Bockum-Hövel

SPD-Bezirksfraktion sieht keine Notwendigkeit für die Brücke

"Im derzeitigen Verfahren sprechen wir uns eindeutig gegen einen Neubau der Fußgängerbrücke Pieperstraße aus". - Mit diesen Worten fasst der Vorsitzende der Bockum-Höveler SPD-Bezirksfraktion, Damian Chatha, die Position seiner Fraktion zusammen. In ihrer Fraktionssitzung am Mittwoch (08.06.) verabschiedete die SPD einstimmig ein Positionspapier.

Für die Sozialdemokraten sind dabei zwei Punkte entscheidend. "Die Kosten für einen Brückenneubau sind zwischen 500.000 und 750.000 Euro veranschlagt. Das ist finanziell nicht zu vertreten", macht Chatha deutlich. "Darüber hinaus sehen wir keine Notwendigkeit einer solchen Brücke." Bereits seit sieben Monaten sei die Brücke nicht mehr da - ohne dass es jemals einen Aufschrei gab, dass die Brücke fehle. "Außerdem sind Alternativen über bestehende Straßen und Wege vorhanden: der Umweg über die Straße Im Sundern beträgt gerade einmal 150 Meter", so Chatha. "Dieser Umweg ist definitiv zumutbar. Und deswegen setzen wir uns dafür ein, dass die Straße Im Sundern endlich ausgebaut wird." Nachdem die CDU den Ausbau bereits 2002 verhinderte, sei es endlich aus der Zeit, den erstmaligen Ausbau der Baustraße anzugehen.

Die Verwaltung kündigte an, den Bezirkspolitikern im September die Fragen nach den Kosten für einen Neubau sowie den Alternativen zu beantworten. Auf dieser Grundlage werde die Entscheidung gefällt, wobei die Bockum-Höveler SPD-Fraktion deutlich macht: wenn sich ein Koalitionspartner gegen einen Brückenneubau ausspricht, wird die Fußgängerbrücke Pieperstraße unter keinen Umständen gebaut.