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SPD begrüßt Verwaltungsvorlage zur schulischen Inklusion

Manfred_Lindemann„Das wird die Inklusion an Hammer Schulen verbessern“, ist sich Manfred Lindemann, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion sicher.

„Die Optimierung des Einsatzes von Integrationshelfern in den Hammer Schulen wird die Inklusion einen guten Schritt nach vorn bringen. Außerdem wird es das gemeinsame Lernen in erheblichem Maße unterstützen, wie es schon immer das Bestreben der SPD war“, bewertet auch SPD-Fraktionschef Dennis Kocker die Verwaltungsvorlage.

Auf Antrag der Eltern können Kinder mit Körperbehinderungen, Mehrfachbehinderungen und seelischen Behinderungen einen Integrationshelfer bekommen, die verhindern sollen, dass die  Teilnahme der Kinder am schulischen Leben beeinträchtigt wird.

„Mit der Einführung des Projektes will die Stadt Hamm Voraussetzungen schaffen, dass die fachliche Qualität des eingesetzten Personals erhöht wird und der Einsatz der Integrationshelfer auf die ganze Schule ausgerichtet ist“, erläutert Lindemann die geplante Vorgehensweise.

Die SPD-Ratsfraktion unterstützt die Projektidee, da sie dem Einsatz geringqualifizierter Fachkräfte im Bereich der Integrationshelfer entgegenwirken und vom nichtgesteuerten Einsatz der Integrationshelfer im System Schule abgehen will.

„Es kann nicht sein, dass die Schulleitungen keinen Einfluss auf den Einsatz der Eingliederungshilfen haben, geschweige denn, etwas von der geleisteten pädagogischen Arbeit wissen“, kritisiert Lindemann die bisherige Situation in den Schulen.

Nun soll umgesteuert werden: Ziel ist es, eine Verbesserung der Zusammenarbeit von Kommune und Schule zu erreichen und ein gemeinsames Konzept zur Umsetzung von Inklusion zu entwickeln. „Dass dazu alle relevanten Ämter vom Jugend- über Sozial- und Gesundheitsamt mit dem Schulamt und der Schulaufsicht an einen Tisch kommen und als Projektgruppe die Ausgestaltung und Umsetzung des Projektes begleiten, ist nur zu begrüßen“, befindet Kocker. Diese Verzahnung mit bereits vorhandenen Unterstützungsstrukturen der Schulen auf der Basis der Anträge der Eltern, ist bei dem Vorhaben eine Grundvoraussetzung. Der individuelle Rechtsanspruch der Eltern auf einen Integrationshelfer wird dadurch nicht berührt.

„Diese geplante nachhaltige Zusammenarbeit ist ein neuer und guter Ansatz für die schulische Integration von Kindern und Jugendlichen in Hamm“, so Manfred Lindemann abschließend.

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