Thyssengelände

Das Thyssengelände im Hammer Westen  - Foto: Hans Blossey

Auf große Zustimmung stößt das vorliegende langgeforderte Handlungskonzept für den Hammer Westen bei der SPD-Ratsfraktion. „Der Hammer Westen ist einer der ältesten Stadtteile Hamms. Die dichte Bebauung und enge Verzahnung mit den Gewerbegebieten vermindern seine Attraktivität. Dagegen bieten die große Nähe zur Innenstadt sowie zu Kanal und Lippe auch wichtige Chancen für die Zukunft“, betonen SPD-Fraktionsvorsitzender Dennis Kocker und Dr. Georg Scholz als Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr.

Für besonders wichtig halten die Sozialdemokraten die enge Verknüpfung der Teilkonzepte Stadtentwicklung, Wohnen, Gewerbe, Bildung und Soziales. Durch die Vernetzung der bestehenden Grünzüge und die Schaffung neuer Freiräume wird die Attraktivität für neue Wohnbauprojekte geschaffen. Gleichzeitig bedarf es einer guten sozialen Betreuung und einer Erhöhung des Bildungsangebotes, um das Bildungsgefälle zwischen dem Westen und Osten der Stadt weiterhin zu bekämpfen.

Von zentraler Bedeutung für die Attraktivität des Hammer Westen wird die Aufwertung der Wilhelmstraße sein. Hier gilt es Einzelhandel, Wohnen und Dienstleistung mit einander zu verknüpfen und den Anschluss zur City zu schaffen. „Die Wilhelmstraße ist das Eingangstor und die Visitenkarte des Hammer Westen und erschließt des gesamten Planungsraum von Osten nach Westen“, erklärt Dr. Scholz. Allerdings zeigen sich für ihn hier exemplarisch die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Konzeptes. „Die Wilhelmstraße ist eingezwängt durch die angrenzenden Gewerbegebiete und von der City durch die Bahnüberführung abgeschnitten. Nur wenn es gelingt insbesondere das ehemalige Thyssengelände zu öffnen und die Verbindung zum Wasser und zur Innenstadt zu verbessern, wird sich die Attraktivität der Weststadt dauerhaft erhöhen.

Bei den öffentlichen Räumen sieht die Hammer SPD einen besonderen Handlungsbedarf beim westlichen Bahnhofvorplatz, dem Viktoria- und dem Wilhelmplatz. „Bei den Freiräumen setzen wir besonders auf einer unmittelbaren Grünachse zwischen Friedrich-Ebert-Park und Kanal“, fordert Dr. Scholz. „Dies erhöht die Aufenthalts- und Wohnqualität im bisher dicht bebauten Stadtteil und erschließt fußläufig bzw. für das Fahrrad.“