Kinder- und Jugendhilfeausschuss

Die Umsetzung der existierenden Integrationskonzepte zeigt gute Erfolge, dies ist durchgehend dem Bericht zum Kekiz für 2014 zu entnehmen.

Statement von Ralf-Dieter Lenz, Sozialexperte SPD-Fraktion und Angela Kettner, jugendpolitische Sprecherin:

"Gerade im Sozialbereich zahlt sich für die SPD-Ratsfraktion die konstruktive Oppositionspolitik vor Eintritt in die große Koalition besonders aus. Geschmeidig haben Verwaltung und Oberbürgermeister alle wesentlichen Forderungen der Sozialdemokratie zur Grundlage ihres Handelns gemacht, Frühwarnsystem für Kinder, Sozialraumbezogenheit und Steuerung aus einem Guss. Das waren inhaltliche Voraussetzungen für den Eintritt in die Zusammenarbeit mit der CDU, zu der ich nach 18 Monaten weiterhin stehe", Ralf Lenz.

"Im Bereich der Frühen Hilfen sind die Willkommensbesuche für Eltern mit Neugeborenen erfolgreich und erfüllen auch den Anspruch auf Nachhaltigkeit. Flankiert von einem Frühwarnsystem "Diagnostik" sind Hilfen zur Erziehung zeitig gewährt worden. Eine Verbesserung der Gesundheitssituation und der Sprachfähigkeit der Kita- Kinder sind die Ergebnisse. Nichts davon wäre möglich gewesen ohne eine Intensivierung der Arbeit mit den Eltern", ist sich Angela Kettner sicher.

Die Vorgehensweise, sich bei KeKiz auf die Sozialräume zu beziehen, gibt jederzeit die Möglichkeit der gezielten Steuerung aber auch notwendiger Korrekturen.

In der Altersgruppe Grundschule sind deutliche Fortschritte erkennbar, wenn auch das Ergebnis noch nicht immer zufriedenstellend ist. Hier ist zu berücksichtigen, dass ein umfassendes Projekt wie "KeKiz" wachsen und sich entwickeln muss. Deshalb ist es notwendig, in die Sozialräume zu schauen, da hier die Unterschiede besonders auffällig sind.

Die Gesamtbetrachtung zeigt eine Steigerung der Empfehlungen für die weiterführenden Schulen. Dies gilt ebenso für die Quote der an den weiterführenden Schulen verbleibenden Schülerinnen und Schüler. Die Zahl der Schulabgänger ohne jeglichen Abschluss liegt unter 2%.

Im Bereich Übergang "Schule und Beruf" laufen intensivere Projekte erst seit dem Schuljahr 2013/14. Die anvisierten Ziele sind bei der Herstellung der Ausbildungsreife und der Erreichung qualifizierter Schulabschlüsse übertroffen, doch hier ist noch Luft nach oben und deshalb muss intensiver eingewirkt werden.

Diese und andere Ergebnisse machen deutlich, dass Sozialpolitik in Hamm konsequent für die Menschen gemacht wird und dass es keine Einschränkungen gibt, wenn andere Aufgaben zusätzlich zu bewältigen sind.

Die Aufnahme von Menschen aus Bulgarien und Rumänien, die Integration von Kindern in KiTa und Schulen sowie die Betreuung vor Ort ist gut gelaufen, auch wenn es größerer Anstrengungen bedurfte und manches Problem zu bewältigen gab.

Die Unterbringung von Flüchtlingen ist bisher in Hamm viel besser bewältigt worden als an anderen Orten. Dies geschah konsequent und flexibel und dankenswerterweise im Konsens der meisten Bürgerinnen und Bürger und der Organisationen in Hamm.

Sozialpolitik hat für die SPD-Ratsfraktion einen hohen Stellenwert. In den grundlegenden Bereichen gibt es einen breiten Konsens mit dem Koalitionspartner CDU. Dies wird auch die Fortschreibung des Integrationskonzeptes 2016 noch einmal sehr deutlich zum Ausdruck bringen.

"Sozialpolitik wäre nicht aktuell, wenn die Aufgabenerfüllung festgestellt würde. Es wird immer Verbesserungsmöglichkeiten und neue Aufgaben geben. Deshalb sind absolute Erfolge nie zu erreichen, was aber bleibt, ist ein zufriedenes Zurückblicken auf den richtig eingeschlagenen Weg und die positiven Ergebnisse. Wohl wissend, dass die Arbeit weitergehen muss und dass es noch einige Integrationskonzepte geben wird," sind sich Kettner und Lenz abschließend sicher.