2016-03-18 Jugendzentrum
In ihrer Sitzung vom 8.3.2016 hat die Bezirksvertretung Heessen einstimmig seine Empfehlung ausgesprochen, den Projektantrag zur Entwicklung des Jugendzentrums Bockelweg zum Stadtteil- und Integrationszentrum zu unterstützen. Heute ist klar: Der Antrag ist erfolgreich. Damit erhält das Jugendzentrum nicht nur personelle Verstärkung, sondern auch dringend notwendige bauliche Maßnahmen. Am Donnerstag informierte sich die SPD-Fraktion Heessen schon vor Ort über die aktuelle Aufstellung des Jugendzentrums und ersten Überlegungen.

Die von der Bezirksvertretung Heessen zuvor einstimmig empfohlene und am 15.3.2016 mit großer Mehrheit im Rat beschlossene Unterstützung des Projektantrags sieht die Entwicklung des Jugendzentrums Bockelweg zu einem Stadtteil- und Integrationszentrum bis Ende 2018 vor. Im Mittelpunkt der geplanten Modernisierung und Erweiterung des Jugendzentrums stehen die ganzheitliche Sanierung des bestehenden Gebäudes und der Anbau eines zusätzlichen Veranstaltungsraums mit einer Größe von etwa 100 m². Die Finanzierung des mit knapp 1,5 Mio. € veranschlagten Projekts erfolgt zu 90% aus Mitteln des Sonderprogramms „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Die SPD-Fraktion freut sich über die Erweiterung des Jugendzentrums Bockelweg zum Stadtteil- und Integrationszentrum. Für uns ist es wichtig, diese zukünftig Entwicklung frühzeitig und von Beginn an zu begleiten. Sinnvoll und notwendig war es deshalb, dass wir uns noch einmal direkt vor Ort ein Bild über die Arbeit im Jugendzentrum und das dahinterstehende Konzept machen konnten“, erklärte Fraktionsvorsitzender Ludger Moor den gestrigen Ortsbesuch der Genossinnen und Genossen.

Neben einer Führung durch die Räumlichkeiten des Jugendzentrums und der Sichtung des Außenbereichs durften auch interessante Exkurse in die Historie des Jugendzentrums nicht fehlen. Es war die Heessener SPD und vor allem die damals noch eigene Heessener Juso-Gruppe die durchsetzten, dass 1970 am Bockelweg ein Jugendzentrum eröffnet wurde. Damals im Heessener Juso-Vorstand: Der heutige SPD-Fraktionsvorsitzende Ludger Moor. Im heutigen Kickerraum ist die Idee damals entwickelt worden, berichtete Moor: „Wir können stolz darauf sein, dass eine Juso-Idee vor 40 Jahren jetzt ein so erfolgreicher Magnet für den gesamten Stadtbezirk ist und nun als Stadtteil- und Integrationszentrum zukunftsfähig aufgestellt und erweitert wird.“

Viele Einblicke hat die Leiterin des Jugendzentrums Karoline Kluger den Heessener Genossen in das umfangreiche und alle Altersstufen abdeckende Kursangebot gegeben. Sie führte zudem die vielen Kooperationen des Jugendzentrums insbesondere mit dem Heimatverein, dem Knappenverein und der Martin-Luther-Schule auf.

„Es ist wichtig, dass sich Jugendliche hier nicht nur im offenen Bereich begegnen, in Kontakt treten, Bezugspersonen finden und sich austauschen können“, beschreibt sie das Konzept des Jugendzentrums. Einzigartiger Charme des Jugendzentrums Bockelwegs sei es auch, „dass durch die im Jugendzentrum Bockelweg bestehende Beschaffenheit des Gebäudes und der Räume, gemütliche Nischen entstehen, die den Jugendlichen als Rückzugsort dienen.“ Positiv weist Sie darauf hin, dass mit der Erweiterung das historische Gebäude erweitert wird und kein Abriss und Neubau vorgesehen ist.

Die SPD-Fraktion konnte sich aber auch eindringliche Eindrücke von den baulichen Problemen des Gebäudes machen. Die Kellerräume und –wände des Jugendzentrums haben insbesondere Spuren des zwei Jahre zurückliegenden Starkregenereignisses davongetragen. Auch danach kam es immer wieder zu erheblichem Wassereintritt in die im Keller befindlichen Räume, zu denen auch der Fitnessraum, der Tischtennisraum das Tonstudio oder der Handwerksraum gehören.
„Hier muss dringend investiert werden.“ betont auch Bezirksvorsteherin Erzina Brennecke, „dabei werden die finanziellen Mittel aus dem Landesprogramm zur Entwicklung des Jugendzentrums zum Stadtteil- und Integrationszentrum die dringend nötige Abhilfe schaffen, die wir als Stärkungspaktkommune nur schwer auf die Beine stellen können.“

Einig ist sich die SPD-Fraktion aber darüber, dass Frau Kluger und das gesamte Team des Jugendzentrums bereits jetzt unerlässliche integrative Arbeit für den gesamten Stadtbezirk Heessen leisten. „Mit dem Erfolg des Antrags wird dieser großartige Einsatz heute belohnt,“ freut sich Fraktionsvorsitzender Ludger Moor.