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Foto: Luftbildfotograf Hans Blossey

Die Koalition aus SPD und CDU im Rat der Stadt Hamm will den ErLebensraum „innerstädtische Lippeaue und Kanalufer“ entwickeln. „Mit diesem Thema setzen wir ein weiteres unserer Wahlkampfversprechen um. Die Realisierung wird unsere Arbeit der nächsten Jahre bestimmen“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Dennis Kocker. „Die Lippe und die Lippeaue im gesamten Bereich zwischen der Fährstraße und dem Radbodsee soll renaturiert und erlebbar werden. Mit der Kanalkante entsteht eine neue Verbindung von der Hammer City zum Wasser, um viele Besucherinnen und Besucher zum Verweilen zu animieren.“

Die bisherigen „Life“-Projekte, unter Förderung der Europäischen Union und des Landes NRW, sind seit mehr als zehn Jahren in Hamm eng verbunden mit der Lippeaue. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger – aber auch Auswärtige – besuchen die erlebbaren Landschaftsbereiche im unmittelbaren Wohnumfeld und nutzen sie zur Feierabenderholung. Diese Möglichkeit soll nun auch innenstadtnah möglich werden.

Ökologische Aspekte, wie Reaktivierung von Fließ- und Stillgewässern, Uferentfesselungsmaßnahmen, Laufverlängerungen der Lippe, Schaffung von Mähwiesen und Weidelandflächen sowie Feuchtgrünland, Röhricht und Auwaldflächen sollen mit städtebaulichen Aspekten verbunden werden. „Es soll künftig möglich sein, direkt am Wasser zu entspannen, zu spazieren oder an Konzerten teilzunehmen – und zwar innenstadtnah“, betont Justus Moor, stellvertretender Vorsitzender des Umweltausschusses.

Das seien jedoch nur erste Ideen. Bürgerinnen und Bürger sollen intensiv in die Planungen mit einbezogen werden. An der stadtnahen Seite, also entlang des Kanals, sollen gastronomische Angebote die Aufenthaltsqualität erhöhen. „Das Kanalufer ist hervorragend für die Ansiedlung von Cafés oder Restaurants geeignet. Andere Städte wie zum Beispiel Münster beweisen, wie sehr solche Angebote am Wasser von Bürgerinnen und Bürgern, aber auch Touristen genutzt werden“, sieht Kocker großes Potenzial für dieses Projekt. Die Verbindung zur Innenstadt wird hier ein zentraler Bestandteil.