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Europaabgeordneter besucht ADVANSA

Auf Initiative von Lothar Wobedo, IG BCE Bezirksleiter Hamm und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, besuchte heute Prof. Dr. Dietmar Köster, SPD-Europaabgeordneter die Firma ADVANSA in Hamm-Uentrop.
Mit dem geschäftsführenden Gesellschafter von ADVANSA, Dr. Heinz Meierkord, gab es eine anregende Diskussion.
Dabei wurde die Bedeutung von ADVANSA am Standort Uentrop wie auch in der Region beleuchtet und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter/innen für die Herstellung von Polyesterfaserspezialitäten hervorgehoben. Mit Innovationen und dem gewachsenen Know-how lassen sich hochwertige Arbeitsplätze in Hamm erhalten. Viele der Produkte sind dabei wichtige Rohstoffe in integrierten Wertschöpfungsketten bis zu Endprodukten für Konsumenten in Deutschland, aber besonders auch im Export innerhalb der EU oder auch in die USA.

Besorgnis erzeugt aber der Aufbau von zu großen Überkapazitäten für Polyesterfasern in China ohne echte ökonomische Grundlage, der damit wiederholt zu unfairem Wettbewerb mit Dumping-Preisen im Export von China in die EU führt. Auch als Präsident der europäischen Chemiefaserproduzenten (CIRFS) wies Heinz Meierkord auf diese Missstände hin, die eine einzelne Firma nicht lösen kann.
Der Europaabgeordnete Köster erläuterte aus seiner Sicht die Beurteilung der Mehrheit des EU-Parlamentes, die insbesondere der Gewährung des Marktwirtschaftsstatus für China im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) sehr kritisch gegenübersteht. Er wies insbesondere daraufhin, dass das EU-Parlament auf eine Studie zu den Auswirkungen eines solchen neuen Status für China auf die EU durch die EU-Kommission besteht. „China ist keine Marktwirtschaft. Es kann nicht sein, dass China den europäischen Markt mit Waren zu Dumping-Preisen flutet, deshalb der Industriestandort Europa in Gefahr gerät und viele Menschen Sorgen um ihre Arbeitsplätze haben“, so Köster.
Meierkord aber auch Wobedo waren froh über diese Haltung und Unterstützung von Prof. Köster und offenbar der Mehrheit der Abgeordneten im EU-Parlament. Es zeigt sich an diesem Beispiel, wie wichtig und tatsächlich mit ganz konkreten Hilfen und Ergebnissen versehen, die sogenannte „große“ Politik im EU-Parlament bei Globalisierungsfragen für die Region und einzelne Firmen wie ADVANSA ist. Umso wichtiger auch der Dialog zwischen EU-Parlament und den Regionen. Die Gesprächspartner waren sich einig, diesen wichtigen Dialog weiterhin zu pflegen. Am Ende ist die Arbeit der Abgeordneten in Brüssel und Straßburg in Wahrheit oft sehr konkret und bedeutend vor Ort in einer Welt, die immer näher zusammenrückt und in der nur die EU als Gesamtheit von Gewicht ist und Lösungen befördern kann.