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Zu der Diskussion um den Standort einer Biologischen Station äußert die SPD Unverständnis über die Äußerungen von Pro Hamm. „Es scheint als habe Pro Hamm schlichtweg keine Ahnung, wie eine Biologische Station aufgebaut wird,“ ist Justus Moor, stellvertretende Vorsitzender des Umweltausschuss irritiert über die Forderung einen Standort politisch vorzuschreiben. „Biologische Stationen sind keine städtischen oder staatlichen Einrichtungen, sondern werden von gemeinnützigen Vereinen getragen. Es ist unhaltbar, wenn Parteien nun ehrenamtliche Vereine bevormunden wollen, was sie zu tun haben“, ergänzt Damian Chatha, Fraktionsvorsitzender der SPD in Bockum-Hövel.

Der Umweltausschuss hatte in seiner letzten Sitzung den Weg für eine Bio-Station in Hamm geebnet. Vor zwei Jahren hatten CDU und FDP einen Antrag der SPD noch verhindert, nun hat die große Koalition einen entsprechenden Beschluss gefasst. Dieser sieht neben der Unterstützung eines gemeinnützigen Vereins auch Finanzmittel in Höhe von 20.000€ vor. Durch weitere Fördermittel können bis zu 80.000€ weitere Projektmittel des Landes fließen. „Gleichzeitig versucht Pro Hamm die Ehrenamtler auch noch für dumm zu verkaufen, in dem sie der großen Koalition Vorhaltungen macht, nicht genügend Finanzmittel zur Verfügung zu stellen“, stellt SPD-Ratsherr Justus Moor klar. Die jährlichen 20.000€ hatte die Große Koalition in dem einstimmigen Beschluss des Umweltausschusses überhaupt erst festgezurrt. In einem ähnlich lautenden Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und Pro Hamm waren überhaupt keine Finanzmittel vorgesehen. Dieser Antrag wurde in der Sitzung des Umweltausschusses am 1.12.2015 zu Gunsten des Antrags der Großen Koalition zurückgezogen. „Herr Bozdemir sollte sich vielleicht vorher informieren und mit seinen Kollegen im Ausschuss sprechen, bevor er irgendwelche Pressemitteilungen verfasst,“ gibt Damian Chatha dem Bezirksvertreter mit auf dem Weg.

Gleichzeitig halten auch Chatha und Moor den Bereich des Radbodsees für ein hervorragendes Betätigungsfeld der Biologischen Station. „Hier werden wir die Ehrenamtler tatkräftig unterstützen, den Umweltschutz und die Flora und Fauna zu erhalten und zu stärken“, betonen beide. Die Hammer Naturschutzverbände, sowie Angler, Landwirte und weitere Nutzer seien jedoch die Experten und bräuchten keine Bevormundungen von aussen.