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Der Umweltausschuss der Stadt Hamm hat in seiner Sitzung am 1. Dezember einstimmig den Weg für eine Biologische Station Hamm geebnet.

Auf Antrag von CDU und SPD soll ein gemeinnütziger Verein, der in Hamm eine biologische Station errichten will, durch die Stadt gefördert und unterstützt werden. Erste Mittel von 20.000 Euro will die Große Koalition schon für das kommende Jahr vormerken.


"Gemeinsam zeigen wir, dass wir den vielfältigen ehrenamtlichen Natur- und Umweltschutz in unser Stadt stärken und fördern wollen," begrüßt der stellvertretende Vorsitzende des Umweltausschusses Justus Moor (SPD) die einstimmige Empfehlung. Dietrich Wünnemann, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion betont, "dass viele Aufgaben die zurzeit schon von Biologischen Stationen außerhalb Hamms übernommen werden, dann auch von Kräften in Hamm erfüllt werden können."

Biologische Stationen sind regionale Einrichtungen für den Naturschutz und werden von gemeinnützigen, anerkannten Vereinen selbstständig organisiert. Sie können beispielsweise Aufgaben bei der Pflege und Betreuung von Schutzgebieten, beim Umweltmonitoring und bei der umwelt- und naturbezogenen Bildungsarbeit übernehmen. "Schon heute arbeitet die Stadt Hamm mit vier Biologischen Stationen im Umkreis zusammen. So zum Beispiel bei den Life- und Life+ Projekten zur Renaturierung der Lippeaue," betont Wünnemann das Aufgabenspektrum.

"Rein rechtlich ist es der Stadt Hamm als Kommune nicht möglich, eine eigene Station zu betreiben. Wir wollten aber klar zeigen, dass einem Verein, der hier eine Biologische Station betreiben will, alle Türe offen stehen," erläutert Moor den Antrag und die Bereitstellung von Mitteln. Zusätzlich könnte eine Station darüber hinaus auch mit einer bis zu 80%-Förderung ihrer Aufgaben und Projekte durch das Land NRW rechnen.

Der Antrag der großen Koalition wurde einstimmig an den Rat empfohlen. Ein vom Rat überwiesener Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und Pro Hamm zum gleichen Thema wurde in der Sitzung des Umweltausschuss zu Gunsten des nun beschlossenen Antrags zurückgezogen. "Wir freuen uns, dass unser Vorschlag so breite Unterstützung aller Parteien erhalten hat," begrüßen Moor und Wünnemann das hier gemeinsam an einem Strang gezogen wird.