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Der Antrag der Grünen, die Stelle des Bildungsdezernenten neu auszuschreiben, stößt bei der SPD auf Ablehnung. „Es besteht keine Notwendigkeit zur erneuten Ausschreibung. Jeder potenzielle Interessent kann sich theoretisch noch bis zur Wahl im Dezember bewerben“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Dennis Kocker. Deshalb würde eine neue Ausschreibung auch keine Veränderungen im Bewerberspiegel bringen – das zeige die Erfahrung der letzten Jahre. „Es handelt sich offenkundig nur um einen ‚Showantrag‘ der Grünen, denn es liegen ausreichend qualifizierte Bewerber vor.“

In diesem Zusammenhang räumt Kocker ein, dass das parteiinterne Nominierungsverfahren der SPD-Fraktion in den vergangenen Wochen nicht optimal verlaufen sei. „Trotz der seinerzeit vorliegenden Rechtsauskunft stellte sich bei erneuter Prüfung heraus, dass diese Auskunft aufgrund der nicht berücksichtigten persönlichen Lebensumstände fehlerhaft war. Das ist ärgerlich, allerdings handelte es sich zu diesem Zeitpunkt eben um ein parteiinternes Nominierungsverfahren, nicht um das offizielle Bewerbungsverfahren. Jetzt blicken wir in die Zukunft – und ich bin stolz darauf, dass wir in unseren Reihen mehrere gleich gute Köpfe haben“, betont Kocker.

Die Favoriten der SPD-Spitze stellen sich in den Gremien von Fraktion und Partei vor. Mit einer Empfehlung dieser Gremien gibt es eine Vorstellung beim Koalitionspartner CDU. „Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam mit der CDU gute Kandidaten präsentieren werden, die die Herausforderungen der nächsten Jahre meistern werden“, sagt der Fraktions- und Parteichef abschließend.