Zechenkolonie Wiescherhöfen

Der Bergbau ist zwar Geschichte, doch in den Hammer Siedlungen lebt er weiter. Die Zechenhäuser in den ehemaligen Bergbaukolonien erinnern an die vergangenen Jahrzehnte, in denen der Pütt wichtigster Arbeitgeber Hamms war. Doch nun müssen sich die Siedlungen der modernen Zeit anpassen. Was zu beachten ist, soll bei der Veranstaltung der SPD-Fraktion am kommenden Samstag, 24. Oktober 2015 um 10 Uhr im IG BCE Casino, Wielandstr. 6, diskutiert werden. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich dazu eingeladen!

„Wir müssen aufpassen, dass unsere schönen Zechensiedlungen nicht eines Tages ausbluten“, erklärt Dr. Georg Scholz, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr. Vor allem sollen zwei Aspekte fokussiert werden: Die Häuser und Wohnungen müssten aufgrund des demografischen Wandels barrierefrei werden und es müsse ebenfalls Wohnraum für junge Familien geschaffen werden.

Wie sich die Siedlungen der heutigen Zeit anpassen, aber auch ihren typischen Charakter erhalten können, wird in verschiedenen Vorträgen und Diskussionen thematisiert. Karl Jasper, Leiter Stadtentwicklung im NRW-Ministerium, wird ein Impulsreferat halten, bevor Arbeitersiedlungsexperte Joachim Boll auf das Konzept „Siedlungskultur im Ruhrgebiet“ mit den Siedlungen in Wiescherhöfen, Herringen und Heessen eingeht und von der Erfahrung aus anderen Städten berichtet. Anschließend wird Heinz-Martin Muhle aus städtischer Sicht die Perspektiven in Wiescherhöfen und Pelkum erläutern.