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Rund 40 Interessierte kamen vergangenen Samstag ins IG BCE-Casino nach Wiescherhöfen, um über die Zukunft der Zechensiedlungen zu diskutieren. Unter dem Titel "Siedlungskultur im Ruhrgebiet" wurde das interkommunale Projekt besprochen, an dem sich die Stadt Hamm federführend beteiligt. 20 Städte mit 40-45 Standorten schließt das Projekt in Gänze ein; für jeden einzelnen wird es Handlungsempfehlungen geben.

Joachim Boll, Arbeitersiedlungsexperte von der Agentur startklar.projekt.kommunikation, die das Projekt "Siedlungskultur im Ruhrgebiet" betreut, betonte: "Man muss schauen, wie die heutigen Ansprüche an die Arbeitersiedlungen sind. Die Häuser sollten allerdings auch nicht zu klassischen Eigenheimen gemacht werden." Charakteristisch für die Arbeitersiedlungen wäre die kleinere Wohnfläche und der große Garten, so Boll weiter.

Dr. Georg Scholz, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr forderte, dass sich die Zechensiedlungen an die heutige Zeit anpassen. Dabei ginge es vor allem um genügend Wohnfläche für junge Familien, barrierearmes Wohnen und energetische Sanierung.

Ab 2018 sind 4,5 Mio. Euro für die Entwicklung von Pelkum und Wiescherhöfen in den Haushalt eingestellt . Davon sollen 20% von der Stadt Hamm gezahlt werden und die restlichen 80% aus Fördertöpfen des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert werden.