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„Wir fordern ein schlüssiges Verkehrskonzept für den Ortskern Rhynern“, betonen der SPD-Bezirksfraktionsvorsitzende in Rhynern, Harald Lemm, und Dr. Georg Scholz, Vorsitzender der Ausschusses Stadtentwicklung und Verkehr, angesichts der bevorstehenden Eröffnung des Möbelmarktes Finke in ca. drei Wochen. „Dann werden etwa 4.000 zusätzliche Fahrzeuge den Knoten Unnaer Straße/Werler Straße belasten – eine Steigerung um 20 Prozent.“

Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben wenig Vertrauen in die Prognose der Verwaltung, dass der Ausbau der Kreuzung und die neue Ampelschaltung das Problem ausreichend löst. Die 4.000 Fahrzeuge werden sich nach ihrer Auffassung nicht kontinuierlich über den Tag verteilen, sondern vor allem auf die Zeiten nach Feierabend und den Samstag konzentrieren. Schon jetzt sei in der Rushhour auf der Werler Straße nur ‚Stop & Go‘ möglich und der ortskundige Verkehr umgeht den Knoten über den Ortskern Rhynern, insbesondere die Alte Salzstraße.

„Diese Umgehungsverkehre werden mit der Eröffnung von Finke deutlich zunehmen, deshalb ist es aus unserer Sicht erforderlich, den Verkehr durch Rhynern so zu gestalten, dass er unattraktiv ist. Erster Schritt wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Alten Salzstraße von 30 km/h, zumal diese auf der Unnaer Straße, der eigentlichen Durchgangsstraße bereits gilt“, fordert Dr. Scholz.

Bisher sind jedoch alle Forderungen in diese Richtung bei der Verwaltung auf taube Ohren gestoßen. Die Rhyneraner SPD hat daher den Verdacht, dass die Schleichverkehre durch den Ortskern das Verkehrskonzept der Stadt sind, um den Knoten zu entlasten. Für die Samstage an denen zusätzlich die Terraristika in Hamm stattfindet, braucht es aus Sicht der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten weitergehende Maßnahmen bis hin zu kurzfristigen Teilsperrungen!