„Der Schutz von Tieren hat in Hamm einen hohen Stellenwert und das soll auch weiterhin so bleiben“, da sind sich der SPD-Fraktionsvorsitzende, Dennis Kocker und der Geschäftsführer der SPD-Ratsfraktion, Ralf Lenz, sehr einig.

„Betrachtet man die Situation des Tierheims in Hamm genauer, dann sind es auch die höheren Anforderungen des Tierschutzgesetzes, angemessene Unterkünfte für Hunde und Fachpersonal, die den Verein wirtschaftlich ins Schlingern gebracht haben. Das Kreisveterinäramt hier pauschal an den Pranger zu stellen, ist der falsche Weg. Natürlich spielen weggebrochene Sponsoren ebenso eine Rolle, wie die Vereinbarkeit mit der Nachbarschaft“, so Ralf Lenz.

„Gerade deshalb ist es noch einmal wichtig zu erwähnen, dass die Stadt zu jedem Zeitpunkt ihrer Beteiligung an den Kosten für die Lärmschutzwand nachgekommen wäre. Hier gab es innerhalb der großen Koalition auch nie eine andere Auffassung und es war Wunsch des Vereins, anstehende Gerichtsurteile abzuwarten“, stellten die beiden Sozialdemokraten klar.
Das hohe Engagement der Eheleute Bierkemper ist unverkennbar und lobenswert.

Der Vorschlag, an die Stadt zu verkaufen, kam aus den Reihen des Vereinsvorstandes.
Die verzweifelte Suche nach alternativen Lösungen der Vereinsversammlung (WA vom 16.04.) macht aber auch die prekäre Situation deutlich und die pauschale Forderung, die Stadt möge sich dauerhaft an den Betriebskosten beteiligen, kann nicht die Lösung sein.
„Ein tragfähiges Rettungskonzept, mit städtischer Beteiligung, Berücksichtigung der Tierschutzvorschriften und Einvernehmen mit den Kleingärtnern, wird bei uns auf fruchtbaren Boden fallen“, so Dennis Kocker und Ralf Lenz abschließend.