Ambitionierte Zielvorgaben wecken Hoffnungen und Begehrlichkeiten. So wird es auch beim Konzept "Wohnen und Pflege 2025" sein. Völlig zu Recht, wenn man den Blick auf die Altersstruktur in unserer Stadt richtet.

"Es ist deshalb wichtig zur Erreichung der wichtigsten Ziele, einen guten Start zu erwischen", sind sich die SPD Ratsherren Georg Scholz und Ralf Lenz einig und regen an, dass die HgB sich umgehend dem Thema "Barrierefreier Umbau im Wohnbestand" widmet.

Gerade ältere Menschen suchen Wohnungen, die von der Größe und Ausstattung ihren speziellen Bedürfnissen entsprechen und im angestammten Quartier liegen.

Hier setzt auch das neu eröffnete Beratungszentrum für barrierefreies häusliches Wohnen und Pflege der Stadt Hamm im Maximare an. Das Zentrum bietet Unterstützung, wenn es darum geht, möglichst lange in der eigenen Wohnung oder zumindest im bekannten Wohnbereich zu leben.

Die rot/grüne Landesregierung hat jetzt ein Programm aufgelegt, das genau diesen Kriterien entspricht und der Fördertopf scheint augenblicklich noch gut gefüllt zu sein. Für NRW sind immerhin gesamt 900 Millionen bereitgestellt worden.

Barrierefreier Umbau im Bestand schließt natürlich zukünftig die Errichtung neuer Wohnungen nicht aus. Aus Sicht des Städtebaus und der Sozialpolitik muss also auch in diese Richtung gedacht werden.

"Die HgB möge auch hier aktiv werden und die Fördermöglichkeiten abfragen", so Scholz und Lenz.

Mit der Schaffung von seniorengerechtem Wohnraum ist es allerdings dringend notwendig auch für spezielle Dienstleistungen, Versorgung, kulturelle Angebote sowie haushaltsnahe Leistungen zu sorgen. Hier gilt es, zukünftig verstärkt mit Wohnungsgesellschaften, Verbänden, Vereinen und dem Handel quartiersscharfe Angebote zu schmieden.