Lenz: Bedarfe der älteren Generation stärker in Vordergrund rücken

In einem Vortrag bei „60plus", den Seniorinnen und Senioren der SPD, stellte Ralf-Dieter Lenz die sozialpolitischen Schwerpunkte der nächsten Monate und Jahre vor.

„Ohne bestehende Projekte für Kinder und Jugendliche sowie die Stadtentwicklung zu vernachlässigen, müssen wir uns verstärkt der älteren Generation zuwenden."

Die Eröffnung des Beratungszentrums für barrierefreies häusliches Wohnen und Pflege im Maximare, könnte der Startschuss werden. Lebenslanges Wohnen in den eigenen vier Wänden bzw. im Wohnbereich ist der Wunsch vieler älterer Menschen.

Neben dem Umbau vorhandenen Wohnraumes, muss bedarfsorientiert auch neu gebaut werden.

Hier sind Land und Kommune aufgerufen, sozialen Wohnungsbau für altersgerechte Wohnungen zu aktivieren. In den Quartieren müssen spezielle Dienstleistungen, Versorgung, haushaltsnahe Leistungen, etc., etabliert werden.

Hier gilt es, zukünftig verstärkt mit Wohnungsgesellschaften, Verbänden, Vereinen und dem Handel quartiersscharfe Angebote zu schmieden.

Viele Menschen ereilen im Alter Krankheiten, die zur Vollpflege führen. Das neue Landespflegegesetz muss und wird im Sinne der Betroffenen genutzt werden. Verstärkt auftretende Krankheiten wie Demenz, erweitern den Aufgabenkatalog der Sozialpolitik.

Natürlich bringt Älterwerden für viele auch zusätzliche gesunde Jahre. Dafür muss Gesellschaft dankbar sein und Angebote schaffen. Älterwerden darf nicht mit Einsamkeit bestraft werden.

Neben kulturellen und sportlichen Seniorenangeboten, muss sich die Gemeinschaft auch Wege eröffnen, sich die Wissensschätze und die Tatkraft der älteren Generation zunutze zu machen.

„Wollen wir die berechtigten Bedürfnisse der älteren Generation ernstnehmen, dann muss das gute Konzept NAIS (Neues Altern in der Stadt) in ein handlungsorientierte Projekt „Lebenswerte Quartiere für Generationen" eingebunden werden. Generationen- und Quartiersdenken als Maxime machen eine Stadt zukunftsfähig!"

Mit Blick auf die Stadtentwicklungsgesellschaft muss hier die Überlegung gestattet sein, ob in den nächsten Jahren nicht auch ein oder zwei soziale Dienstleistungszentren, Beratung und Hilfen von Anfang an, etabliert werden können. Im ersten Schritt gilt es allerdings, die vielen positiven Ansätze zu bündeln und zu koordinieren.