Die HeessenSPD hat sich bei der Vorstandssitzung in der vergangenen Woche auch mit dem umstrittenen Gutachten zum Rechtsextremismus in Hamm befasst. „Unser Stadtbezirk ist in den vergangenen drei Jahren zweimal von Neonazi-Aufmärschen heimgesucht worden. Es ist wichtig, dass wir auch hier vor Ort klären, wie wir mit Rechtsextremen umgehen,“ erläutert die stellv. HeessenSPD-Vorsitzende Brigitte Hausmann. In dem „Gutachten“ wird auch die fehlende Einbindung der Bezirksvertretungen bemängelt - insbesondere am Runden Tisch gegen Radikalismus und Gewalt.

„Vor Jahren hat die CDU-Mehrheit einen Runden Tisch für Heessen abgelehnt. Diese Entscheidung fällt uns nun auf die Füße,“ bemängelt Hausmann die damalige Blockade. Bei der Erstellung des Handlungskonzepts soll nach Meinung des SPD-Ortsvereins Heessen nun auch die Heessener Bezirks-vertretung mitsprechen können. Einstimmig hat der SPD-Vorstand die Fraktion angeregt, das Thema in die Bezirksvertretung zu tragen.

„Wenn man sich das Auftreten von AfD, PEGIDA und Co. anschaut, sieht man, wie rassistische und hetzerische Parolen hoffähig gemacht werden,“ ergänzt HeessenSPD-Vorsitzender Justus Moor. „Als demokratische Parteien sollten wir gemeinsam an einem Strang ziehen, um rechten Tendenzen auch in der Mitte der Gesellschaft entgegenzutreten.“

Neben der Diskussion um das Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus haben die Heessener Sozialdemokraten auch die nächsten Aktionen geplant. Im Mittelpunkt standen die Planungen für den großen SPD-Kindertrödel, der am 9. Mai wieder in der Alfred-Fischer-Halle stattfindet.