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HeessenSPD erinnert an den Beschluss des Godesberger Programms und ehrt Jubilare und ausgeschiedene Mandatsträgerinnen und -träger.

Zum Jahresausklang lud die HeessenSPD am vergangenen Mittwochabend ins Schloss Oberwerries zu einem historischen Rückblick ein. Der ehemalige Hammer Oberbürgermeister Jürgen Wieland erinnerte an den Beschluss des Godesberger Programms der SPD vor 55 Jahren. Nach dem zweiten Weltkrieg und dem Verbot und Verfolgung der Sozialdemokratie im Nationalsozialismus machte sich die SPD 1959 an die Formulierung der eigenen Grundwerte in einem neuen Grundsatzprogramm. Mit diesem Schritt vollzog die Sozialdemokratie den Wandel von Arbeiterpartei zur modernen Volkspartei. „Die Kraft einer großen, teilweise schwer geprüften Tradition verband sich in jenem Programm mit dem Mut der Zukunft“, blickte Jürgen Wieland auf den Beschluss zurück. Seine Mutter Luise Wieland genauso wie der spätere Hammer Oberbürger-meister Werner Figgen zählten im November 1959 zu den Delegierten aus Hamm und Heessen.

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Nachdem Streifzug durch die politische Geschichte ehrten die rund 50 SPD-Mitglieder die Jubilare der vergangenen zwei Jahre. Für 10 Jahre Mitgliedschaft ehrte die Heessener Bezirksvorsteherin Erzina Brennecke den HeessenSPD-Vorsitzenden Justus Moor. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Peter Kirchner und Annette Ernst geehrt. Bürgermeisterin Monika Simshäuser erinnerte anschließend an das vierzigjährige Wirken von Karl-Heinz und Christel Prang: „Euer Einsatz, der mit dem Eintritt in die SPD 1974 begann, ist uns allen ein Ansporn.“

Für 50 Jahre Mitgliedschaft ehrte der Hammer SPD-Vorsitzende und Fraktionsvorsitzende Dennis Kocker Franz Josef Schweins, der im Juni 1964 auch wegen der damaligen Kommunalwahl in Heessen eingetreten war. Kocker erinnerte dabei, wie Franz Schweins immer wieder die Nähe zu Heessener Vereinen anmahnte und selber gestaltete. „Grade dieser Einsatz und deine Beharrlichkeit machen uns Mut für unsere tägliche Arbeit.“ Kocker erinnerte dabei auch, an das Wirken Franz Schweins als Vorsitzender des ehemaligen SPD-Ortsvereins Heessen-Mitte.

Zum Abschluss dankten die Genossinnen und Genossen, ihren ausgeschiedenen Mandatsträgern. Mit dem ehemaligen Heessener Bezirksvorsteher Manfred Günther, der ehemaligen stellvertretenden Bezirksvorsteherin Annette Ernst, sowie Franz Dirkes und Mehmet Tanli waren einige äußerst aktive Kommunalpolitiker nicht mehr zur Wahl im Mai 2014 angetreten. Der Heessener SPD-Fraktionsvorsitzende Ludger Moor erinnerte an ihr Wirken für Heessen und sparte auch nicht mit der ein oder anderen Anekdote. Als Dank erhielten die ehemaligen Bezirksvertreter signierte Bücher, unter anderem von Willy Brandt und Johannes Rau.

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Neben den ehemaligen Bezirksvertretern dankte die HeessenSPD auch der ausgeschiedenen Ratsfrau Bärbel Kuttge. Sie war bis zum Mai 2014 im Rat der Stadt Hamm und so ging Bürgermeister Manfred Lindemann auf ihren Einsatz ein: Er erinnerte an ihren beharrlichen Einsatz für den Umweltschutz, an ihre Kollegialität auch über Parteigrenzen hinweg und vor allem ihr Engagement im Hammer Norden. „Ohne dich, wäre der Hammer Norden ein großes Stück ärmer“, lobte Lindemann ihr nachhaltiges Wirken.

In gemütlicher Atmosphäre und mit warmer Suppe im weihnachtlich geschmückten Schloss ließen die SPD-Mitglieder den Abend und das politische Jahr ausklingen.