Manfred Lindemann, Vorsitzender des Schulausschusses, stellt die nächsten Schwerpunkte des Ausschusses vor:



„Der Schulausschuss wird sich schwerpunktmäßig in den nächsten Jahren mit gezielten Programmen zur Sprachförderung, mit dem offenen und gebundenen Ganztag an Grundschulen und dem digitalen Lernen an allen Schulen beschäftigen müssen“, prognostiziert der neugewählte Vorsitzende und SPD-Ratsherr Manfred Lindemann.

„Der Anzahl der Kinder, die zwei oder mehrsprachig aufwachsen, ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Dadurch haben diese Kinder häufig unzureichende Deutschkenntnisse, die dazu führen, dass sie deutlich geringere Bildungschancen haben“, beklagt Lindemann.
Die Sprachkompetenz der Kinder mit überwiegend Migrationshintergrund reiche für eine situationsgebundene und alltagsrelevante Kommunikation aus, aber nicht für unterrichtsrelevante Inhalte. „Hier müssen die Kinder auf ein angemessenes Sprachniveau gebracht werden und das geht nur durch weitere vorschulische Sprachfördermaßnahmen“, führt Lindemann weiter aus.

„Die offene Ganztagsschule im Primarbereich (OGS) hat sich in den letzten Jahren zu einem Erfolgsmodell entwickelt und deshalb soll und wird sie in den nächsten Jahren auch weiter angemessen gefördert“, verspricht der Schulausschussvorsitzende. Aber es müsse auch darüber nachgedacht werden, ob es nicht an einigen Grundschulen sinnvoll ist, den offenen Ganztag in einen gebundenen Ganztag zu überführen, wenn dies die Schulgemeinde einer Grundschule wünscht.

„Ohne Online-Medien ist die Schule für Schüler und für Lehrer nicht mehr vorstellbar. Das haben Umfragen deutlich gemacht“, beschreibt Lindemann die Notwendigkeit, dass auch in Hammer Schulen die Ausstattung mit neuen Medien weiter vorangetrieben bzw. sichergestellt werden muss. Ob das klassische Schulbuch ganz und gar der Vergangenheit angehören wird, ist noch nicht klar, aber die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler und Lehrer kann sich für die Zukunft vorstellen, nur noch digital im Unterricht und zuhause zu lernen. „Dem müssen wir auch in Hamm Rechnung tragen und digitales Lernen noch stärker durch die Einführung von Tablet- oder Laptop-Klassen ermöglichen“, stellt Lindemann abschließend fest.