Thyssengelände

Bild: Luftbildfotograf Hans Blossey

„Endlich ist der Oberbürgermeister bereit, das Landesprogamm ‚Soziale Stadt NRW‘ im Hammer Westen noch stärker als bisher zur Sanierung dieses Stadtteils einzusetzen“, freut sich SPD-Fraktionsvorsitzender Dennis Kocker und signalisiert Unterstützung für die Erarbeitung eines entsprechenden Handlungskonzeptes. Gegen den anfänglichen Widerstand der CDU hatten es die Hammer Sozialdemokraten geschafft, das erfolgreiche Modell aus dem Hammer Norden im Westen fortzusetzen. Die Stadtteilbüros mit der stadtteilorientierten Jugend- und Sozialarbeit haben bereits jetzt ein dichtes soziales Netzwerk vor Ort geschaffen.

Diese Quartiersarbeit alleine wird nach Meinung der Hammer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Hammer Westen nicht ausreichen. Der Sanierungsbedarf ist erheblich. Vor allem im östlichen Teil – angrenzend an die City – ist die Entwicklung der Wohngebiete geprägt und eingeengt durch die Nähe zu den gewerblichen und industriellen Flächen der WDI, des ehemaligen Thyssengeländes und des Hafens. Trotz der großen räumlichen Nähe ist eine Anbindung zur Innenstadt durch den Bahndamm bis auf die drei wenig attraktiven Unterführungen kaum vorhanden.

„Nur wenn es uns gelingt, neben der sozialen Infrastruktur, neue Impulse im Bereich der Stadtentwicklung zu setzen werden wir es schaffen die bisherige Struktur des Hammer Westen aufzubrechen, die Rahmenbedingungen für private Investitionen zu verbessern und die Attraktivität des Stadtteils zu erhöhen“, betont der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr, Dr. Georg Scholz (SPD). Ansätze für eine solche Entwicklung sind für ihn an drei Stellen bereits vorhanden, wurden aber in den letzten Jahren von der Verwaltung nicht mehr konsequent verfolgt und blieben in den Anfängen stecken:

  • Der Citykai am Kanal zeigt wie man Städtebau, gewerbliche Nutzung und die Nähe zum Wasser verknüpfen kann. Wohnen und Arbeiten am Wasser ist für die Hammer SPD weiterhin ein spannendes Thema für den gesamten Westen.

  • Zusammen mit dem Westausgang des Bahnhofs gelang der Einstieg in eine Neuordnung des Thyssengeländes. Seit über zehn Jahren stockt jedoch die Entwicklung und das Thyssengelände versperrt den Wohngebieten im Westen den Zugang zum Wasser. Nur seine Neuordnung wird auch neue Impulse für den Bereich der Wilhelmstraße setzen können.

  • Ende der 90er Jahre wurde mit einer Ausweitung und Anbindung des Friedrich-Ebert-Parks in die Wohngebiete begonnen, mehr Grün in den dichtbebauten Westen. Die Einbindung, z. B. des Wilhelmplatzes wurde jedoch nicht mehr weiter verfolgt.


„Mehr Wasser, mehr Grün- und Freiflächen und ein neuer Masterplan für das Thyssengelände sind für uns wichtige Bausteine für eine Umstrukturierung des Hammer Westens“, fasst Dr. Scholz die Anregungen der Hammer Sozialdemokraten zusammen.