„Wir unterstützen den Oberbürgermeister in seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem Factory Outlet Center in Werl“, bekräftigt der SPD-Fraktionsvorsitzende Dennis Kocker die Haltung seiner Partei. Die Hammer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten hatten sich in den vergangenen Jahren wiederholt gegen die Entwicklung von Einzelhandel auf der grünen Wiese ausgesprochen, das gilt sowohl für das Factory Outlet Center in Werl wie den Möbelmarkt Finke in Rhynern.

„Der Handel stand am Beginn fast jeder Stadtgründung. Ziel von Stadtentwicklung muss es daher sein, die City bzw. die Stadtteilzentren zu stärken und nicht den Handel an die Stadtgrenzen auszulagern. Erst stirbt der Einzelhandel, dann die Innenstadt“, betont der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr, Dr. Georg Scholz (SPD). Im Zeichen des demografischen Wandels wird nach Auffassung der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten eine immer größere Bevölkerungsgruppe ausgegrenzt, da die Nahversorgung ständig ausgedünnt wird.

Mit großer Skepsis begegnet die Hammer SPD dem von der Stadt Werl vorgelegten Gutachten. „Dies ist doch nur weiße Salbe für alle Betroffenen. Irgendwoher müssen die Kunden für 80 zusätzliche Geschäfte kommen. Es kann nicht sein, dass für Werl nur ein Einbruch von unter 10% prognostiziert wird und das Umland nicht betroffen ist“, stellt Dr. Scholz abschließend fest. Die Erfahrungen anderer Zentren zeigen, dass sowohl die Standortgemeinde wie die Citys der Nachbarstädte stark betroffen sind. Vor allem, da das Outlet Center insbesondere in den zentrenrelevanten Sortimenten Textil und Sport wildere.