Leerstand Innenstadt


„Wir brauchen mehr Attraktivität, Vielfalt und Zentralität für unsere Innenstadt“, fordert Dennis Kocker, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Zwei Jahre sind seit Mai 2012 vergangen, als die Hammer Sozialdemokraten ihren Antrag für ein Stärkungskonzept der Hammer City anlässlich der immer bedrohlicheren Leerstände in der Fußgängerzone in den Rat eingebracht haben. „Einem Jahr der Problemleugnung folgte ein Jahr der Gesprächskreise. Die Situation vor Ort, insbesondere was die Leerstände betrifft, hat sich kaum verändert. Alleine im kurzen westlichen Teil der Weststraße bleiben es fünf bis sechs“, stellt Kocker enttäuscht fest.


Für die Hammer SPD ist es Zeit zu handeln. Durch Handyläden allein und kurzfristige Zwischennutzungen der leer stehenden Geschäfte lässt sich die Attraktivität der City nicht verbessern. „Dies gelingt nur durch eine erhöhte Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Neben der bereits vorgestellten Öffnung der City zu Kanal und Lippe mit Citykai, Promenade und Gastronomie wollen wir nach den Wahlen mit der Planung einer Teilüberdachung der Weststraße beginnen. Shoppen im Trocknen – zu jeder Jahreszeit – ist dabei unsere Idee“, erläutert Dennis Kocker.


In der Tat könnte der Kunde durch eine überdachte Fußgängerzone, City- und Ritterpassage und dem Allee-Center wesentliche Teile der Fußgängerzone unabhängig vom Wetter erreichen und in Ruhe einkaufen. „Dieses Allwetter Shoppen wäre für die Hammer City ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal in der Region“, erläutert der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr, Dr. Georg Scholz. Dabei schwebt den Sozialdemokraten keine vollständige Überdachung der Weststraße im Sinne einer geschlossenen Passage vor – dies wäre viel zu teuer und klimatechnisch schwierig. „Wir denken eher an eine Art Laubengang entlang der Geschäfte, so dass die Passanten sich im Trocknen bewegen können, aber trotzdem an der frischen Luft flanieren“, erklärt Dr. Scholz.


Einige Städte, wie z.B. Krefeld und Duisburg, haben diesen Weg bereits erfolgreich beschritten. „Allerdings sollte im Bereich der Rödinghauser Straße aufgrund ihrer geringen Breite auch eine komplette Überdachung diskutiert werden. Gerade die Beziehung und Führung der Passantenströme vom Allee-Center durch die Ritterpassage hin zur Fußgängerzone sind für die Lebendigkeit der City von entscheidender Bedeutung“, stellt Dr. Scholz abschließend fest. Die SPD will noch in diesem Jahr entsprechende Gespräche mit den Eigentümern, Einzelhändlern und Gastronomen in diesem zentralen Bereich der Innenstadt aufnehmen. Das Allwettershoppen soll wesentlicher Bestandteil des zukünftigen Rahmenplans werden.