Falkschule

„Natürlich hätten wir uns mehr Anmeldungen für die Arnold-Freymuth-Sekundarschule gewünscht. Dennoch ist es nicht so dramatisch, wie der Schuldezernent es sieht“, erklärt Dennis Kocker, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. Veränderungen und Schwankungen habe es immer schon gegeben, die Sekundarschule würde aber mit Sicherheit weiter bestehen.

Trotz der aktuellen Entwicklung ist die dritte Gesamtschule für die SPD-Fraktion nicht vom Tisch. „Natürlich – und das haben wir immer betont – zählt für uns der Elternwille. Und wenn die Eltern momentan verunsichert sind, welche Schule künftig noch bestehen wird, und ihre Kinder lieber an einer Schule anmelden, die nicht in der Diskussion steht, ist das auch verständlich“, so Kocker. Ein Vorteil an der Sekundarschule sei, dass die Schüler-Lehrer-Relation an dieser Schulform um 25% höher sei, als an der Realschule beispielsweise.

„Die Aussage von Herrn Kreuz, die ‚Schulform des gemeinsamen Lernens sei abgewählt worden‘, ist absoluter Unsinn“, kritisiert Fraktionschef Manfred Lindemann und sieht auch den Grund für diese Aussage: „Der Schuldezernent will nur von seiner verfehlten Schulentwicklungspolitik ablenken. Die Zusammenlegung der Erlenbachschule und der Lohschule sollte jedes Jahr die Dreizügigkeit sicherstellen. Mit 18 angemeldeten Schülerinnen und Schülern ist dieses Ziel um Längen verfehlt“, so Lindemann. „Schuldezernent Kreuz ist eine Fehlbesetzung. Er ist ein Verwalter, der von Jahr zu Jahr denkt, die Realitäten verkennt und anscheinend nicht perspektivisch denken kann oder will. Das ist beides schlimm, schließlich geht es um die Zukunft und die Bildungschancen unserer Kinder. “

Schulentwicklung darf nach Ansicht der SPD-Fraktion nicht von einigen wenigen in der Stadt betrieben werden. Daher beantragt die SPD einen breiten Diskussionsprozess zur Schulentwicklung, der auf mindestens fünf Jahre angelegt ist. Hierbei sollten nicht nur Politiker und Vertreter aller gesellschaftlich relevanten Gruppen vertreten sein, sondern auch Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen. „Denn sie verstehen vom Thema Schule schließlich am meisten“, sagt Kocker abschließend.