Finke Bauplatz nahe der A2


„Das Prinzip Hoffnung“ ist nach Auffassung der SPD-Ratsfraktion die Grundlage für die Verkehrsplanung rund um die geplante Neuansiedlung des Finke Möbelmarktes in Rhynern. „Bereits jetzt ist die Verkehrssituation auf der Werler Straße am Ortseingang Rhynerns, mit der Autobahnabfahrt der A2 und dem Durchgangsverkehr auf der B63n mit rund 20.000 bis 22.000 Fahrzeugen pro Tag neben der Münsterstraße die kritischste in ganz Hamm“, stellt Dr. Georg Scholz (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr verärgert fest. „Diese jetzt auch vom Landesbetrieb Straßen.NRW bestätigte extreme Verkehrsverdichte wird sich durch den Möbelmarkt um weitere 4.000 bis 6.000 Fahrzeuge pro Tag erhöhen, das ist eine Steigerung von über 20%.“

Diese Steigerung entspricht etwa der Belastung des Knotens bei besonderen Veranstaltungen in der Stadt, z.B. der Terraristika. Hier bricht der Verkehr am Ortseingang regelmäßig zusammen. Die Hammer Sozialdemokraten bezweifeln, dass die von der Verwaltung vorgeschlagenen „einfachen“ Maßnahmen – zwei neue Abbiegespuren und eine verbesserte Ampelschaltung – dem Problem gerecht werden. „Der zusätzliche Verkehr wird sich nicht gleichmäßig über den Tag verteilen, sondern vor allem nach Feierabend, zur besten Rushhour sowie am Samstag auftreten, d.h. eine Situation wie bei der Terraristika erleben wir dann jeden Freitagnachmittag und Samstag“, warnt Dr. Scholz. „Die Situation im südlichen Bereich der Werler Straße ist seit Jahren ein Ärgernis. Wenn diese einfachen Maßnahmen tatsächlich so effektiv wären, hätte die Verwaltung sie schon vor Jahren umsetzen müssen.“

Stattdessen nimmt die Verwaltung nach Auffassung der Sozialdemokraten bei steigendem Verkehrsaufkommen auf der B63n eine Zunahme der Schleichverkehre durch den Ortskern Rhynern entlang der Unnaer Straße und der Alten Salzstrasse bewusst in Kauf. „Das beste Beispiel dafür ist das notwendige Tempolimit von 30 km/h auf der Unnaer Straße im Ortskern; ansonsten wäre eine sichere Überquerung der Durchgangsstraße kaum noch möglich“, so Dr. Scholz. Ein Tempolimit von 30 km/h im Bereich der eigentlich untergeordneten Alten Salzstraße hat die Verwaltung bisher immer abgelehnt, vermutlich weil dann der Abfluss des Verkehrs parallel zur Werler Straße noch weiter gebremst und dadurch zu unattraktiv wird. Die SPD fürchtet, dass sich diese angespannte Situation in Rhynern nach Bau des Möbelmarktes weiter erheblich verschlechtern wird.