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Vor dem Hintergrund der emotional gefu?hrten Diskussionen um die Situation an der Waldenburger Straße erläutert die Herringer SPD ihre Sichtweise. Dass inzwischen rechtsradikale Gruppen offen und in menschenverachtender Weise Stimmung gegen Einwanderer machen, bereitet der Herringer SPD große Sorgen.

Die Anfeindungen gegen Einwanderer können absolut nicht nachvollzogen werden. Gar kein Verständnis kann die SPD dafu?r aufbringen, wenn Kommunalpolitiker, die selbst einen Migrationshintergrund haben, mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen ihr politisches Su?ppchen kochen wollen.

Herringen wäre in der jetzigen Form ohne Einwanderer nicht möglich geworden. Vor u?ber 100 Jahren kamen der Arbeit folgend Menschen aus osteuropäischen Regionen nach Herringen, um hier durch harte Arbeit (Kohleabbau) ihr Geld zu verdienen und ihre Familien zu ernähren. Durch die seinerzeit eingereisten Migranten wurde das Ortsbild der Gemeinde geprägt.

Dass sich die Stadtverwaltung nun endlich um die Häuser an der Waldenburger Straße ku?mmert, ist löblich, jedoch fast schon zu spät. Die SPD hatte sich schon seit dem Jahr 2000 – lange bevor andere sich damit beschäftigten mit der Situation rund um die Häuser an der Waldenburger Str. befasst und auch den Vorschlag der Bu?rgerinnen und Bu?rger aufgegriffen, die Häuser abzureißen. Aber heute zu lamentieren, ist in der jetzigen Situation nicht hilfreich. Die vom Oberbu?rgermeister in Abstimmung mit den im Rat vertretenen Parteien gefasste Kaufentscheidung ist richtig. Die SPD wird da bei „der Stange“ bleiben, wichtig ist der Mensch und nicht die Aussicht auf Gewinnmaximierung oder kurzfristiger politischer Erfolg.

Die Herringer SPD hofft, dass das abgegebene Angebot zum Erwerb der Häuser erfolgreich sein wird. Einem Abriss der „Schandflecken“ wird die SPD – wie mehrfach betont- sofort zustimmen. Er darf aber nicht nur deshalb erfolgen, weil Zuwanderer dort einquartiert werden, sondern jedem Mietwilligen muss ein gesundes Wohnen ermöglicht werden.

Am Rande sei bemerkt, dass die SPD kein Verständnis aufbringen kann, warum die Firma Westfleisch nicht die Dienste der Hammer Wirtschaftsförderung oder des Kommunalen Jobcenters in Anspruch genommen hat, um aus dem Kreis der Hammer Arbeitssuchenden geeignete Arbeitskräfte anzuwerben. Zum Schluss sei angemerkt, dass Herringen weiterhin demokratisch, frei, gastfreundlich und human bleiben muss.

 
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