Dennis Kocker

Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind überrascht von der Kehrtwende der FDP, die plötzlich ebenfalls auf eine Bürgerbeteiligung setzen. „Scheinbar hat die FDP gemerkt, dass allein der Wille der Bürger maßgeblich ist“, sagt Dennis Kocker, Vorsitzender der HammSPD.

„Schön, dass die FDP scheinbar der SPD an die Seite springen will und gemerkt hat, dass der Bürger beteiligt und mitgenommen werden will und muss“, so Kocker. „Dennoch: die FDP soll aufhören zu träumen, dass ein See noch realisiert werden kann. Stattdessen sollen sie die Bürger, die tatsächlich etwas mit dem Thema ‚Mehr Wasser in unserer Stadt‘ erreichen wollen, ernst nehmen“, appelliert der Oberbürgermeisterkandidat. Das Thema „Hamm ans Wasser“ sei durchweg positiv besetzt. „Im Gegensatz zum  Thema des isolierten Sees. Das sollten wir nutzen.“

Kocker macht wiederholt deutlich, dass die Bürger Hamms frühzeitig in Planungen eingebunden werden müssen. „Hamm ist die Stadt der Bürger und nicht der Politiker. Die Bürger sollen nicht nur in Werkstätten beteiligt werden, sie müssen sogar. Nur dann kann verhindert werden, dass am Ende wieder ein toller Plan steht, der jedoch von den Bürgern überhaupt nicht gewünscht wird“, bemerkt Kocker und macht deutlich, dass es mit der SPD und ihm als Oberbürgermeister keine neuen Planungen zum Lippesee geben wird, solange sich die Finanzlage der Stadt nicht ändert. „Zuerst müssen wir genügend Geld in die Hand nehmen, um die Kinderarmut und das Bildungsgefälle in Hamm zu bekämpfen“, so Kocker. Es sei eine Frechheit, in der jetzigen Situation weiter von einem See zu reden und gleichzeitig nicht zu sagen, wie die Kinderarmut und insbesondere auch die Wohnqualität in den Bezirken verbessert werden könne.

Kocker: „Wenn ich Oberbürgermeister bin, werde ich alles dafür tun, gemeinsam mit dem Bürger die Kanalkante um- und auszubauen und den Zugang zum Wasser u.a. durch Cafés und eine Steigerung der Aufenthaltsqualität auszubauen. Der Hammer Hafen und die Kanalkante haben eine Menge Potenzial. Dafür brauchen wir keinen See.“ Gute Beispiele wären die Hafenbereiche von Duisburg oder Münster.