Kinder

Bild: S.v.Gehren/pixelio.de

„Die aktuellen Zahlen zur Kinderarmut sind erschreckend und zeigen gleichzeitig die Hilflosigkeit des Oberbürgermeisters“, sagt SPD-Oberbürgermeisterkandidat und Vorsitzender der HammSPD Dennis Kocker. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Leistungsempfänger um 1500 Menschen an.

Falsch und völlig deplatziert sei die Behauptung des Oberbürgermeisters Hunsteger-Petermann, dass dies auf einen vermehrten Zuzug sowie günstigen Wohnraum zurückzuführen sei. „Wir haben 500 Einwohnerinnen und Einwohner unter 18 Jahren weniger als zum letzten Stichtag am 31.12.2012, gleichwohl einen so deutlichen Anstieg der Zahlen“ kritisiert Kocker, der darin einen Hilfeschrei der Bevölkerung sieht. „Die abwartende und schönredende Politik des OB ist gescheitert.“

Das Projekt „Kein Kind zurücklassen“ von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) könne nicht das einzige Projekt sein. „Die Bekämpfung der Armut ist in erster Linie eine kommunale Sache und nicht allein Aufgabe des Landes. Die Stadt muss hier mehr eigenes Geld in die Hand nehmen und darf nicht auf Düsseldorf warten. Das ist ganz klar eine Frage der Prioritätensetzung“, konstatiert der SPD-Spitzenkandidat.

Kocker warnt davor zu glauben, dass von Kinderarmut und Armut überwiegend Menschen mit Migrationshintergrund betroffen seien. „Es gibt auch eine Menge deutscher Familien, die arm sind. Das ist ein gesellschaftliches Gesamtproblem, wo schnelles Handeln gefragt ist.“

Ebenfalls kritisiert Kocker, dass überwiegend nur der Hammer Westen gefördert wird. „Wir brauchen einen konkreten Ansatz für alle Quartiere in allen Stadtbezirken“, so Kocker. Das gelte insbesondere auch für den Hammer Norden und die Mitte. Es reiche nicht, nur die Kinderarmut zu bekämpfen, auch die Lebensbedingungen der dahinterstehenden Familien müssen verbessert werden. Das beginnt bei ausreichendem Lohn und zieht sich durch alle weiteren Lebensbereiche der Menschen.