2013_oekozentrum

Die HeessenSPD kritisiert die Wirtschaftsförderung Hamm und fordert Engagement für Arbeitsplätze in Heessen

„Das Öko-Zentrum in Heessen wäre seit 20 Jahren eine Erfolgsgeschichte, wenn die Stadt Hamm sich auch mal kümmern würde,“ so fasst Justus Moor, Vorsitzender der HeessenSPD das aktuelle Dilemma zusammen. Am Montag ist bekannt geworden, dass das Internetunternehmen hotel.de im kommenden Jahr den Heessener Standort im Öko-Zentrum aufgibt. Schon in den vergangenen Jahren sind dort massiv Arbeitsplätze abgebaut worden. Diese besorgniserregende Entwicklung wurde ausgiebig in der Vorstandssitzung der Heessener SPD am Mittwochabend diskutiert.

„Bei jedem wirtschaftspolitischen Fachgespräch wird klar, dass die Bereiche Ökologie, erneuerbare Energien und web-basierte Dienstleistungen Zukunftsbranchen mit enormen Entwicklungspotenzial sind. Nur offenbar in Hamm nicht,“ so Moor. Die Hammer Wirtschaftsförderung lege Wert auf die Vermarktung großer Flächen für riesige Hallen und Logistikstandorten. Die Ansiedlungen von Edeka in Rhynern und die Flächenvermarktung im Weetfeld seien dafür nur zwei Beispiele. „Wir müssen jedoch viel mehr Wert auf Unternehmen in Wachstumsbereichen und mit gutqualifizierten Arbeitsplätzen legen, um unsere Stadt nach vorne zu bringen“, sieht Moor die Wirtschaftspolitik der Stadt Hamm auf dem falschen Weg: „Wir brauchen Investitionen in Köpfe. Nicht in Fläche.“

Das Heessener Öko-Zentrum wäre dafür ideal. Das Team des Öko-Zentrums um Manfred Rauschen ist am Standort der Zeche Sachsen die erste Adresse für nachhaltiges Bauen in der Bundesrepublik. Mit dem Gründerzentrum HAMBAU stehen Plätze für junge Start-Up-Unternehmen zur Verfügung. „Wir fordern endlich mehr Engagement der Stadt, um hier neue Arbeitsplätze und neues Wirtschaftswachstum zu schaffen. Davon profitiert am Ende nicht nur Heessen, sondern auch die Gesamtstadt,“ fasst Justus Moor die Forderungen der HeessenSPD zusammen. „Wir wollen das Öko-Zentrum zu dem herausragenden Entwicklungsstandort für Nachhaltigkeit, grüne Technologie, Bauen und Ökologie machen, dass es seit zwanzig Jahren hätte werden können.“

 
Bild: Tim Reckmann - Lizenz: CC BY-SA 3.0