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Die Idee ist nicht neu, aber die Umsetzung noch nie so detailliert geplant: Heute hat die HeessenSPD einen Plan zur Stärkung des Heessener Bahnhofs vorgelegt. Dieser sieht vor, dass die derzeitige Unterführung vergrößert und Richtung Dasbeck und der Gartenstadt verlängert wird. Erzina Brennecke, die im kommenden Mai als Bezirksvorsteherin kandidiert, sieht darin mehr als nur eine Baumaßnahmen: “Das kann ein echter Durchbruch für Heessen sein. Die Bahn ist nicht nur Anlaufstelle für Pendlerinnen und Pendler Richtung Arbeit, Schule oder Uni, sondern auch Trennung und Barriere. Mit einem offenen, hellen und vor allem ebenerdigen Durchstich zwischen Gartenstadt, Dasbeck und Heessener Dorf schaffen wir eine neue Verbindung.”

 
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Gerade die ebenerdige Verbindung und Barrierfreiheit ist der HeessenSPD wichtig. Seit Jahren verspricht der Oberbürgermeister Barrierefreiheit am Bahnhof. “Für ihn ist es nur ein gebrochenes Versprechen. Für Menschen mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen ist es eine tägliche Hürde”, kritisiert SPD-Vorsitzender Justus Moor scharf. Die alten Pläne einer Rampe Richtung Heessener Dorf und eines Aufzugs zu den Gleisen 2 und 3 sind in den neuen Plan mit eingeflossen und vorgesehen.

Plan

Dass die Modernisierung dringend nötig ist, zeigt die gestiegene Zahl an Fahrgästen. “Innerhalb von 10 Jahren sind die Zahlen um 90% gestiegen. Zurzeit nutzen mehr als 700 Menschen den Bahnhof täglich”, berichtet Brennecke. “Auch für den Wirtschaftsstandort Öko-Zentrum bietet der Durchbruch eine neue verbesserte Anbindung”, ergänzt Moor.

 
Zur Großansicht des Plans.

Die Finanzierung könnte über neue Fördertöpfe des Bundes sichergestellt werden. So sollen in den kommenden zwei Jahren 500 Millionen Euro in den Aus- und Umbau von kleinen und mittleren Bahnhöfen gesteckt werden. Die SPD will sich dafür einsetzen, dass endlich auch Heessen davon profitiert. Die Erschließungskosten der Stadt für neue Wege, Parkplätze und Co. beziffert die SPD auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag. “Aber das ist uns der neue Bahnhof auch wert”, so Erzina Brennecke.