Ein Blick in den Breitbandatlas des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt, dass Hamm beim Ausbau der Breitbandversorgung deutlich hinterher hinkt. Eine Grundversorgung von 2Mbit/s ist zwar fast überall gegeben, doch die wird heutzutage bereits von modernen Handyverbindungen übertroffen. „Über 70% der Hammer Bürgerinnen und Bürger haben keinen Zugang zu Bandbreiten größer als 16Mbit/s. Wenn Hamm attraktiver werden will, müssen wir dieses Problem lösen“ so der SPD-Fraktionsvorsitzende Manfred Lindemann.

Die Verdichtung und Beschleunigung von Informationen durch das Internet, sei es in sozialen Netzwerken, Mediatheken oder anderen digitalen Informationsangeboten wie Wikipedia, ist von großer sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Bedeutung. Um eine digitale Spaltung der Gesellschaft zu verhindern und hohe Lebensqualität zu gewährleisten, muss die Stadt Hamm sich nach Meinung der Sozialdemokraten dieser Herausforderung stellen. „Es reicht nicht, privaten Netzanbietern den Netzausbau anzuvertrauen. Das Ziel der alten Bundesregierung, bis 2014 75% der Haushalte mit schnellem Internet zu versorgen, ist bereits jetzt gescheitert“, kritisiert Lindemann.

Die SPD-Ratsfraktion möchte daher u.a. von der Verwaltung erfahren, welches die unterversorgten Stadtgebiete sind und ob private Initiativen genügend unterstützt werden.