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Ratsantrag fordert langfristige Lösung für die neuen Strukturen


„Die Schulsozialarbeit ist in ein wirkungsvolles Instrument zur optimalen Vermittlung von Bildungs- und Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Manfred Lindemann.„Die SPD hat die Idee der Bildungskette im letzten Jahr in die politische Diskussion eingebracht. Ein wichtiger Baustein hierfür ist die Arbeit der Schulsozialarbeiter, bei uns in Hamm auch als Bildungsbegleiter bekannt.“ 

Mit dem Ansatz früher und zielgerichteter Hilfen im Primarbereich eröffnet diese neue Schulsozialarbeit insbesondere Kindern aus bildungsfernen Haushalten einen besseren Zugang zu Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. In der zentralen Phase des Übergangs von der schulischen in die berufliche Ausbildung leistet die Schulsozialarbeit einen zentralen Beitrag für einen beruflichen Einstieg und die Vermeidung sozialer Bedürftigkeit.

Die Bereitstellung der Mittel hierfür aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, insgesamt erfolgt über eine bis zum 31.12.2013 befristete zusätzliche Bundesbeteiligung an den Kosten der Unterkunft, wobei eine Weiterfinanzierung nicht vorgesehen ist.

„Aufgrund der nach wie vor äußerst angespannten Finanzlage der Stadt Hamm ist für eine Weiterführung der zwischenzeitlich gut etablierten Arbeit die weitere finanzielle Unterstützung des Bundes oder des Landes unerlässlich“, mahnt Lindemann an. „Die Initiative des Oberbürgermeisters zur Fortsetzung der bisher initiierten Maßnahmen ist ausdrücklich zu begrüßen. Die Übernahme der zusätzlichen Kosten durch die Stadt Hamm kann hier aber nicht die Lösung sein, mit der die Bundesregierung aus ihrer Verantwortung entlassen wird“, macht der Fraktionschef deutlich.

Die SPD-Fraktion will gemeinsam mit allen Fraktionen im Rat die Entscheidungsträger in Bund und Land auffordern, die finanziellen Grundlagen für eine breit angelegte kommunale Schulsozialarbeit (in Hamm Bildungsbegleiter) über das Jahr 2013 hinaus sicherzustellen. „ Auch die Hammer Verwaltungsspitze wird gebeten, sich mit allen Mitteln für die Sicherung der bisher geschaffenen Stellen in der Schulsozialarbeit einzusetzen und mit den Trägern eine langfristige Lösung zu finden“, so hofft der SPD-Politiker auf breite Unterstützung im Rat.