„Die niedrigen Passantenzahlen in der Innenstadt überraschen uns nicht, sondern bestätigen unsere Forderung nach einer Attraktivitätssteigerung der Hammer City“, kommentiert der Fraktionsvize der SPD, Dennis Kocker, die aktuell veröffentlichten Zahlen von Jones Lang LaSalle zur Weststraße. Erschrocken zeigen sich jedoch die Hammer Sozialdemokaten über die erneute verharmlosende Reaktion der Hammer Stadtverwaltung und des Stadtmarketings, nach dem Motto: „Alles nur Momentaufnahme, wir machen weiter so“.

„Die jetzt vorliegenden unabhängigen Zahlen über den negativen Trend in den letzten zehn Jahren bestätigen nur die eigenen städtischen Erhebungen im Einzelhandelskonzept. Die wachsenden Leerstände – gerade in der Weststraße – sind für jeden sichtbar", reagiert Dr. Georg Scholz (SPD) als Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr verärgert. Die HammSPD ist nach der Diskussion des letzten Jahres und durch den gemeinsamen Beschluss zur Fortschreibung des Rahmenplanes Innenstadt von einem gewachsenen Problembewusstsein ausgegangen.

„Die Verwaltung sollte nicht länger ihre Kraft damit verschwenden, das Problem zu beschönigen, sondern – wie von uns gefordert – gemeinsam mit Politik, Einzelhandel und Eigentümern nach zeitnahen Lösungen suchen. Verwaltung und Stadtmarketing scheinen damit überfordert zu sein. Deshalb brauchen wir ein professionelles Citymarketing, dass gemeinsam mit der Stadtplanung die Attraktivität und Zentralität unserer Innenstadt erhöht“, fordert Dr. Scholz. Dagegen scheinen die Verwaltung und vor allem der Oberbürgermeister nur auf Zeit zu spielen. Die Hammer Sozialdemokraten fürchten, dass vor den Kommunalwahlen im Mai 2014 mit einem Ergebnis nicht mehr zu rechnen ist. Damit könnten Beschlüsse erst in der der zweiten Jahreshälfte 2014 gefasst werden, die dann erst 2015 greifen. „Dies sind erneut zwei verlorene Jahre für unsere Stadt und die Konkurrenz in den Nachbarstädten schläft nicht. Mit Handyläden und Billiganbietern werden wir im Städtevergleich auch weiterhin nur um das Schlusslicht streiten“, stellt Dr. Scholz abschließend fest.