
SPD-Ratsfraktionschef Manfred Lindemann kritisiert die Reaktion des Oberbürgermeisters auf den Vorwurf der Grünen, den Rat im Fall Finke mangelhaft informiert zu haben, scharf:
„Ein Oberbürgermeister hat nun einmal die Pflicht, zum Wohle der Stadt und seiner Bürgerinnen und Bürger zu handeln. Wenn er also die Information erhält, dass sich aus einem Gutachten Zweifel an einem großen und ohnehin umstrittenen Projekt ergeben, dann sollte er diese Informationen mindestens den gewählten Vertreterinnen und Vertretern im Rat zukommen lassen. Dabei ist es vollkommen unerheblich, ob er diese Informationen auf formellem oder informellem Wege erhalten hat. Die Argumentation, nur formell erhaltene Informationen würden bei der Stadtplanung berücksichtigt, ist geradezu erschreckend“, so Lindemann.
Bereits in der vergangenen Woche hatte Dr. Georg Scholz, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, den Umgang mit dem Gutachten seitens der Verwaltung und der CDU kritisiert und angekündigt, das Gutachten im Ausschuss für Stadtentwicklung zum Thema machen zu wollen.
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hamm